Sperrung der Jakoubek-Kurve Darmstadt Nord–Arheilgen: Odenwaldbahn-Initiative fordert unverzüglich stabilen Notfahrplan
Pressedienst Odenwaldbahn-Initiative
ODENWALDKREIS / OFFENBACH / DARMSTADT-DIEBURG / EBERBACH / DARMSTADT. – Wegen der bis voraussichtlich Mitte Februar 26 andauernden Sperrung der eingleisigen Strecke Darmstadt Nord–Arheilgen fordert die Odenwaldbahn-Initiative vom Bahnunternehmen Vias, dem RMV und der Kommunalpolitik unverzüglich einen stabilen Notfahrplan.
Die seit Freitag, 09. Januar, ungeplante Umleitung der Frankfurter Züge über Darmstadt Hbf verursacht – entgegen z. B. der „Hessenschau“-Meldung vom 13. Januar, keine „paar Minuten“ Verspätung, sondern pro Fahrt etwa 10 Minuten, die sich wegen der stark belegten Strecke Darmstadt–Frankfurt, der Weiterfahrt ab Frankfurt nach Hanau, Babenhausen, Wiebelsbach und Erbach sich auf das Gesamtnetz der Odenwaldbahn auswirkt.
So gab es am Montag, 12. Januar, bei der RB 82 ab Frankfurt Hbf um 17:25 in der Abfahrt eine Verspätung von 30 Minuten, die bis Ober-Ramstadt auf 50 Minuten anwuchs. Betroffen auf der weitgehend eingleisigen Strecke sind nahezu alle Zugfahrten, auch solche, die nicht nach Frankfurt fahren.
Denn die Züge können sich nur in echten Bahnhöfen, die auf der Odenwaldbahn in der Regel etwa 10 Minuten Fahrzeit auseinander liegen, begegnen. Die Verspätung eines Zuges überträgt sich also auf den Gegenzug. Wenn eine Fahrt mit mehr als 15 Minuten Verspätung dann am Ziel ankommt, kann auch die Fahrt in die Gegenrichtung oft nicht mehr pünktlich begonnen werden.
Wenn in diese Kettenreaktion nicht durch vorzeitiges Enden von Fahrten eingegriffen wird, baut sich die Verspätung bis zum Betriebsende nach Mitternacht auf. Fahrgäste, die Anschlüsse erreichen wollen, seien es Züge oder Busse, sind besonders betroffen. Die Bahn ist so kein verlässliches Verkehrsmittel.
Am Mittwoch, 07. Januar, und Donnerstag, 08. Januar, hatte die Vias die Odenwaldzüge über Darmstadt Nord alle nach Darmstadt Hbf fahren lassen. Zwischen Darmstadt Hbf und Frankfurt Hbf mussten die Fahrgäste die jeweils zweimal pro Stunde fahrenden DB-RE/RB Züge bzw. S 6 nutzen.
Aus Sicht der Odenwaldbahn-Initiative ist das eine gute Variante, wie mit der Streckensperrung umzugehen ist, ohne das Gesamtsystem massiv zu verspäten – auch wenn wegen der seit Jahren fehlenden denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke zwischen Darmstadt Nord und Hbf nur ein Personenverkehrsgleis zur Verfügung steht.
Alternativ kann bei RB 82 und RB 85 der Halt Frankfurt Hbf ausgelassen werden und beim Ersatzhalt Frankfurt Süd sofort nach der Ankunft Richtung Darmstadt bzw. Hanau weitergefahren werden.
Die Städte Darmstadt und Hanau sowie die Kreise Odenwald, Darmstadt-Dieburg und Offenbach fordert die 1979 gegründete Odenwaldbahn-Initiative auf, über ihren Dienstleiter RMV unverzüglich einen stabilen Notfahrplan sicherzustellen. Das muss spätestens ab Montag, 19. Januar, umgesetzt sein.












