Aufruf des DGB Odenwaldkreis zur Kommunalwahl am 15. März 2026
Pressedienst DGB Odenwaldkreis
ODENWALDKREIS / BAD KÖNIG. – „Für die Demokratie: Wählen gehen!“ – unter diesem Motto ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Odenwaldkreis alle Gewerkschaftsmitglieder, alle Arbeitnehmer sowie alle Bürger auf, bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 ihr Wahlrecht aktiv zu nutzen, wählen zu gehen und demokratische Parteien zu wählen – gegen die Demokratiefeinde von Rechtsaußen.
Zugleich beschloss der DGB Odenwaldkreis seine zentralen kommunalpolitischen Eckpunkte. Der DGB setzt sich aktiv für den Erhalt des Gesundheitszentrums Odenwaldkreis / Kreiskrankenhaus Erbach in öffentlicher Trägerschaft ein.
DGB-Kreisvorsitzender Andreas Hennemann (Brombachtal) und Horst Raupp (Darmstadt), Gewerkschaftssekretär des DGB Südhessen, machen deutlich: „Das Kreiskrankenhaus als Rückgrat der medizinischen Versorgung im Odenwaldkreis muss auch in Zukunft im öffentlichen Eigentum bleiben, damit es auch weiterhin der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und damit dem Gemeinwohl verpflichtet bleibt und nicht dem Profitinteresse renditeorientierter privater Investoren.“
Eine gute und wohnortnahe medizinische Versorgung sei nicht nur für ältere Menschen von großer Bedeutung, sondern auch für junge Menschen und Familien, die sich bewusst für ein Leben auf dem Lande entscheiden. Von großer Bedeutung ist für den DGB Odenwaldkreis der Erhalt der Industriearbeitsplätze im Landkreis. „Der Odenwald braucht auch in Zukunft tariflich entlohnte Industriearbeitsplätze. Junge Menschen brauchen gute bezahlte Ausbildungs- und Arbeitsplätze, eine planbare Zukunft und Perspektive.“
Der DGB setzt sich für eine qualitativ gute pädagogische Ganztagsbetreuung mit soliden Finanzgarantien und verbindlichen Standards durch das Land ein und für der Erhalt der Beruflichen Schulen in Michelstadt mit allen Ausbildungsangeboten: „Eine Benachteiligung des ländlichen Raums darf es nicht geben.“
Wichtig ist für den DGB die Stärkung der umwelt- und klimafreundlichen Odenwaldbahn durch eine bessere Finanzierung von Personal und Fahrzeugen, die Anschaffung neuer Fahrzeuge mit neuester Antriebstechnologie, die rasche Schaffung von zweigleisigen Kreuzungsbahnhöfen, eine engere Taktung der Verbindungen, eine bessere Busanbindung der Ortsteile und der Ausbau des Radwegenetzes.
Auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als eine der drängendsten sozialen Fragen müsse energisch angegangen werden: „Für die Gewerkschaft sind vier Wände mit einem Dach drauf eine Wohnung für Menschen und kein Spekulations- und Renditeobjekt. Wohnen ist ein Grundrecht, kein Luxusgut.“
Ein wichtiges Thema für den DGB bei der anstehenden Kommunalwahl ist die chronische Unterfinanzierung der Städte, Gemeinden und Landkreise: „Lebenswerte Städte und Gemeinden sind die Grundlage unserer Gesellschaft und das Fundament der Demokratie. Dieses Fundament muss ausgebaut und gestärkt werden.“
Der DGB fordert deshalb eine deutlich bessere Finanzausstattung der Städte und Gemeinden durch das Land und den Bund: „Die Kommunen müssen in der Lage sein, in die öffentliche und soziale Infrastruktur und in wichtige Zukunftsaufgaben wie Kitas, Schulen, Soziales, Digitalisierung, Wohnungsbau und in Umwelt- und Klimaschutz zu investieren. Das Geld dafür kann durch eine höhere Besteuerung von großen Vermögen, Spitzeneinkommen, Konzernprofiten und reichen Erbschaften mobilisiert werden.“
Einen Abbau von „freiwilligen sozialen Aufgaben“ lehnt der DGB mit Nachdruck ab. „Die sogenannten freiwilligen sozialen Leistungen sind gesamtgesellschaftlich gesehen längst Pflichtaufgaben, die dringend ausgebaut und nachhaltig finanziert werden müssen.“
In einer Zeit, in der die Gesellschaft zunehmend auseinanderdriftet, sei es entscheidend, das gesellschaftliche Miteinander, die Solidarität und ein Klima des Zusammenhalts auszubauen und zu fördern: „Dazu gehört auch die Unterstützung von Ehrenamtlichen und die Förderung der Jugend- und Vereinsarbeit. Damit stärken wir die Demokratie gegen die Bedrohung von Rechtsaußen.“











