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„Ein Beschützer war er immer“

Der Wahl-Fürther Gerhard Kriegisch ist kurz vor seinem 89. Geburtstag verstorben. Foto: privat

Gerhard Kriegisch im Alter von 88 Jahren verstorben

BMR

FÜRTH. – Schon als achtjähriger Junge stand sein Berufswunsch für ihn fest: eine Gewalttat an seiner Großtante war die Ursache dafür. „Ich will Polizist werden”, erzählte Gerhard Kriegisch noch im Dezember an seinem geliebten morgendlichen Stammtisch in einem Fürther Cafe über seinen einstigen Berufswunsch.

Gerhard Kriegisch war 40 Jahre lang Polizeibeamter, und zwar einer von der besten Sorte. Jetzt ist er, wenige Wochen vor seinem 89. Geburtstag am 11. März, nach kurzer Krankheit im Kreiskrankenhaus Heppenheim verstorben.

Gerhard Kriegisch wurde am 11. März 1937 in Saubsdorf im Sudetenland geboren. Seine Ausbildung zum Polizeibeamten absolvierte er 1957 an der Polizeischule in Wiesbaden. Nach seiner Dienstzeit in der Polizeistation Lorsch erwarb sich Kriegisch bei der Polizeidirektion Südhessen in Heppenheim hohes fachliches und menschliches Ansehen unter seinen Vorgesetzten und Kollegen. Bei mehreren spektakulären Einsätzen im Kreisgebiet setzte er sein Leben ein.

Aus der 1960 geschlossenen Ehe mit seiner geliebten Frau Beate gingen zwei Töchter und zwei Söhne hervor. Bereits vor zwölf Jahren verstarb seine Frau im 1982 erbauten Haus in Fürth viel zu früh. Der gläubige Christ nahm dennoch weiterhin aktiv am öffentlichen Leben teil, sang und musizierte mit seiner Gitarre und Mundharmonika immer wieder bei vielen Veranstaltungen in der Region. Bei den Sängern in Sonderbach und Kirschhausen war er aktives Mitglied. Kriegisch liebte die Menschen und seine Hunde und Katzen.

Auch nach seiner Pensionierung im Jahre 1997 blieb Gerhard Kriegisch seiner Überzeugung für Recht und Ordnung treu und engagierte sich bei der Gewerkschaft der Polizei. In Kürze wollte er dabei seine Kollegen wieder treffen. Dazu kam es nicht mehr. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt starb Kriegisch im Kreise seiner Familie. Zahlreiche Freunde hatten ihn zuvor noch in Heppenheim besucht.

Bei der bewegenden Trauerfeier im Kreise von Familie und Freunden wurde vor allem sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn gewürdigt: „Ein Beschützer war er immer”. Er habe seinen Mitmenschen Schutz gewähren wollen und habe dies auch stets vorbildlich getan, hieß es in Nachrufen. Die vier Kinder, seine Zwillingsschwester, drei Enkelkinder und zwei Urenkel erwiesen ihm die letzte Ehre.  

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