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Flächenverbrauch stoppen – klare Grenzen für Gewerbe und Neubau gefordert

Freie Wählergemeinschaft Bergstraße: „Wasserhaushalt, Hochwasserschutz, Bodenschutz, CO2-Speicherung, das Lokalklima und die Artenvielfalt sind unverzichtbar“

Pressedienst FWG Bergstrasse

BERGSTRASSE / BENSHEIM. – Mehr als 100 Bürger demonstrierten beim Aktionstag in Bensheim gegen den zunehmenden Flächenverbrauch. Die Freie Wählergemeinschaft Bergstraße unterstützt die Forderung nach einer Begrenzung weiterer Gewerbe- und Neubauflächen und spricht sich für eine nachhaltige Flächenpolitik aus.

Zu dem Aktionsrundgang an der geplanten Erweiterungsfläche westlich des Gewerbegebiets Stubenwald II hatten NABU und BUND eingeladen. Die hohe Beteiligung und der Applaus für die Redner machten deutlich, wie kritisch viele Bürger die Pläne der Stadtratsmehrheit sehen.

Auch mehrere Vertreter der Freien Wähler Gemeinschaft Bergstraße nahmen an dem Aktionstag teil. Die FW hatte bereits bei der Abstimmung im Bergsträßer Kreistag die aus ihrer Sicht zu hohe Flächeninanspruchnahme abgelehnt.

Kreisvorsitzender und Spitzenkandidat zur Kommunalwahl am 15. März 2026, Walter Öhlenschläger, erinnert an die damalige Beschlusslage: „Bei der Beschlussfassung zum Entwurf am 8. Dezember hatten erst sechs von 22 Kommunen überhaupt eine Stellungnahme abgegeben. Bensheim hatte zwar bereits am 9. Oktober Stellung genommen, die Stadtverordnetenversammlung stimmte jedoch erst am 6. November über den Entwurf ab.“

Die Freie Wähler Gemeinschaft spricht sich erneut für landkreisbezogene Obergrenzen beim Flächenverbrauch für Gewerbe- und Industrieflächen aus – insbesondere im Kontext von Klimaanpassung und nachhaltiger Entwicklung.

„Hinsichtlich von Biotopvernetzung und Flächenknappheit wurde mehr als deutlich, wie wichtig es ist, zusammenhängende Freiräume zu sichern. Sie sind unverzichtbar für Wasserhaushalt, Hochwasserschutz, Bodenschutz, CO2-Speicherung, das Lokalklima und die Artenvielfalt“, betont Karl Heinz Szych, stellvertretender Kreisvorsitzender und Spitzenkandidat auf Platz zwei der FW-Liste.

Auch bei der Wohnbauentwicklung fordert die Freie Wähler Gemeinschaft mehr Zurückhaltung. Myriam Lindner aus Birkenau, Kandidatin auf Listenplatz drei, unterstreicht: „Innenentwicklung muss deutlichen Vorrang vor der schnellen Ausweisung neuer Wohnbaugebiete am Rand der Städte und Gemeinden haben.“

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