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Schüler-Union Odenwald verurteilt „Schulstreik gegen Wehrpflicht“

Leonard Bock, Kreisvorsitzender der SU Odenwald, verurteilt den >Schulstreik gegen Wehrpflicht< in Michelstadt scharf. Foto: Pressedienst SU Odenwald

Kritik an Organisatoren und Forderung nach mehr Verantwortungsbewusstsein

Pressedienst SU Odenwald

ODENWALDKREIS / ERBACH / MICHELSTADT. – Die Schüler-Union (SU) Odenwald verurteilt den sogenannten „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ in Michelstadt am vergangenen Donnerstag scharf. Als Interessenvertretung liberal-konservativer Schüler begrüßt die Organisation die Wiedereinführung einer Form der Dienst- oder Wehrpflicht ausdrücklich.

Gleichzeitig zeigt sie sich bereit für einen offenen Diskurs mit Kritikern einer solchen Idee. Eine klare Grenze sei jedoch spätestens dann zu ziehen, „wenn sich linksextreme Verfassungsfeinde die Deutungshoheit in der Debatte anmaßen und Schulen als Kulisse für ideologische Agitation missbrauchen“, heißt es in einer Pressemitteilung der SU.

„Bereits vor dem angekündigten Protest sind die Organisatoren durch eine auffällig offensive Mobilisierung aufgefallen. Besonders schockiert hat uns dabei die Ausgabe von Flyern an sehr junge Schüler im direkten Schulumfeld“, erklärt Leonard Bock, Kreisvorsitzender der SU Odenwald.

In erster Linie sei es zu begrüßen, wenn junge Menschen für ihre Anliegen einstehen. Problematisch werde es aber dann, wenn dieses Engagement Angst schüre und von extremistischen Akteuren instrumentalisiert werde. „Die Kundgebung in Michelstadt wurde offen von der linksextremistischen Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) unterstützt, der DKP-Jugendorganisation“, bemerkt Bock.

Die Schulöffentlichkeit, die besonderen Schutz verdiene, laufe so Gefahr, zum Rekrutierungsraum einer radikalen Szene gemacht zu werden. Nicht verwundert zeige sich die Schüler Union deshalb über die offene Unterstützung des Protests durch Die Linke. Nachdenklich stimme sie vor allem der Rückhalt der Jusos für den Schulstreik.

Aus Sicht der SU würden die Organisatoren die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa und der Welt verkennen. Spätestens der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine habe die Bedrohung von Frieden, Freiheit und Wohlstand unmittelbar vor Augen geführt. Eine Neubewertung der Aussetzung der Wehrpflicht sei deshalb dringend notwendig.

Zugleich gehe es dabei um weit mehr als militärische Fragen allein. „Eine Wehrpflicht wäre auch ein Zeichen von Verantwortung, Zusammenhalt und der Bereitschaft, für das eigene Land und seine freiheitliche Ordnung einzustehen“, erklärt Bock.

Wer in Frieden und Freiheit leben wolle, dürfe die Frage ihrer Verteidigung nicht einfach anderen überlassen. Bock erläutert weiter: „Auf während der Kundgebung ausgegebenen Flyern verweist die SDAJ absurderweise selbst auf die militärische Stärke der NATO-Länder. Anstatt daraus folgerichtig abzuleiten, dass es diese Stärke zu bewahren und auszubauen gilt, hetzen die Extremisten gegen Bundeswehr, Bundesregierung und unser Wirtschaftssystem.“

Gerade in einer Zeit wachsender Unsicherheit brauche Deutschland junge Menschen, die nicht nur Ansprüche stellten, sondern auch bereit seien, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen.

„Dass die Demonstrierenden auch einen Zivildienst pauschal ablehnen, passt ins Bild. Dienst an der Gesellschaft – ob bei der Bundeswehr, im Bevölkerungsschutz oder in sozialen Einrichtungen – ist ein Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein und Wertschätzung für unser Gemeinwesen“, macht der SU-Kreisvorsitzende deutlich. Es spreche nicht für Fortschritt, wenn junge Menschen jede Form von Pflicht grundsätzlich zurückwiesen, während sie zugleich von den Sicherheiten und Chancen einer freiheitlichen Demokratie profitierten.

„Wir als Schüler-Union verstehen uns als Gegenmodell. Wir stehen für sachliche, aber klare Debatten, für Verantwortung statt Verweigerung und für die Überzeugung, dass Freiheit nur Bestand hat, wenn Menschen bereit sind, sie zu schützen“, so Bock abschließend.

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