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„Trotz unsinniger Aussage im CO2-Diagramm für Bensheim keine Nachbesserung“

Eberhard Wagner: „Die Schuldzuweisung, CO2 sei erstrangige Ursache eines Klimawandels, ist fraglich + + + Damit wird jede damit begründete Maßnahme – Vermeidung von CO2 – unnötig“

mk-Presse

SÜDHESSEN / BENSHEIM. – Kommunen sind gehalten, Klimaschutz-Pläne zu erstellen. Für die südhessische Stadt Bensheim, 43.000 Einwohner, ist ein derartiger Plan entwickelt worden: „Stadt Bensheim – Masterplan Klimaschutz II“ (300 Seiten). Auch hat die Stadt eine Planung „Energiewende Bensheim“ (15 Seiten) vorgelegt. Der Masterplan wurde von der Stadtverordneten-Versammlung bei einer Gegenstimme beschlossen.

„Hervorzuheben ist eine Festlegung im Masterplan, dass mit Klimawirkungs-Prüfungen, eine politische Legitimation über die Ausrufung eines Klimanotstandes belegt werden soll“, beurteilt und kommentiert der Bensheimer Energie-Fachmann, Dipl.-Ing. Eberhard Wagner, beide Vorlagen.

„Beide Begrifflichkeiten werden nicht näher erläutert. Es ist davon auszugehen, dass die Verfasser des Masterplanes auch andere Kommunen ähnlich beraten haben, bzw. beraten werden. Die Kommentierungen und Beurteilungen der Bensheimer Planungen können deshalb für andere Gemeinden von Nutzen sein“, lautet sein Urteil.

Zum Masterplan Klimaschutz II der Stadt Bensheim, vorgelegt von der Ulmer „Net Positive Cities GmbH und Climateview, Dr. Maria Real Perdomo“, sowie dem dazu von der Stadt Bensheim – Team Klima, Umwelt & Energie, vorgelegten 15-seitigen Expose >Energiewende Bensheim<, vorgetragen von Steffen Giegerich, Stadt Bensheim, macht Wagner folgende Vorbemerkung:

Die Stadt hat den „Masterplan Klimaschutz II“ vorgelegt, mit dem Ziel, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Bis 2035 soll eine klimaneutrale Stadtverwaltung entstehen.

Zitat der ehemaligen Ersten Stadträtin Rauber-Jung: „Die kommenden Jahre werden zeigen, wie wir auf Grundlage dieses Masterplanes kluge und haushaltsverträgliche Projektvorschläge nach und nach umsetzen, ohne unsere Bürgerschaft und unsere Unternehmen zu überfordern und dabei die Klimaziele klar im Blick behalten.

Ein Konzept für Klimaschutz ist dringend notwendig: Denn wir wissen, dass Treibhausgasneutralität eines der wichtigsten Zukunftsthemen ist… Von großer Bedeutung ist die kommunale Wärmeplanung und das Mobilitätskonzept.“

Bereits 2023 wurden von der Stadt Maßnahmen für eine „Energiewende Bensheim“ erstellt. Diese wurden im Frühjahr 2024 im Bürgerhaus Auerbach den Bürgern vorgestellt.

Dazu äußert sich Eberhard Wagner wie folgt:

>Gemäß einem Zitat auf Seite 70 des Masterplans will dieser mit Klimawirkungs-Prüfungen, die „Politische Legitimation über die Ausrufung eines Klimanotstandes oder ähnlichen Selbstverpflichtungen“ belegen.

Es gibt allerdings keine Beschreibung des Klimanotstandes. Wann tritt dieser ein? Welche Kennwerte sind dabei maßgebend? Wie sollen Maßnahmen kontrolliert werden? Sind vergleichbare Einschränkungen bürgerlicher Rechte zu erwarten, ähnlich Corona?

Umstieg „von PKW vom Verbrennungsmotor auf Busse mit Elektroantrieb“. Der Masterplan sieht ein Punktesystem für „Klimaschutzmaßnahmen“ vor. Näheres wird nicht beschrieben. Wer soll belohnt oder bestraft werden?

Elektrizität soll umfassender Energieträger werden. Damit würde die Stadt (Hauptaktionär) die Geschäftsinteressen des örtlichen Energie-Versorgers GGEW AG beeinflussen. Das gilt auch für den Bau von Wind- und PV-Anlagen (RE-Anlagen) sowie Batterie-Speichern durch private Initiativen. Ist das gewollt?

Bensheim will gemäß Masterplan „Bezahlbare Energien, Stabile Energieversorgung, Maximale Wertschöpfung“. Diese Forderungen schließen sich gegenseitig aus.

Die Erwartungen zur Wertschöpfung gelten erstrangig für China. In Bensheim gibt es keine einschlägigen Hersteller für RE-Anlagen-Technik. Der Masterplan erwähnt auch den gegenwärtigen Haushaltsnotstand, also sind keine Maßnahmen bezahlbar.

Dieser Masterplan zeigt Parallelen zum „Klima-Volksentscheid“ in Hamburg vom 12. Oktober 2025. Dort haben 23% der Wahlberechtigten entschieden, 2040 kein CO2 mehr ausstoßen zu wollen.

Und das sei dann einklagbar, was dem wirtschaftlichen Untergang Hamburgs gleichkäme. Der Masterplan Bensheim ist „nur“ von den Stadtverordneten mehrheitlich beschlossen worden; einklagbar ist das wohl nicht.

Die Summen-Emissionsdaten (CO2) sind anzuzweifeln, weil nicht eindeutig ist, ob es sich bei der verwendeten Dimension „kWh“ (Kilowattstunde) um Energie/Wärme oder Elektrizität/Strom handelt [S. 12/13]. Strom ist Energie. Aber Energie ist nicht unbedingt Strom.

Masterplan – Qualität der Darlegungen: Viele Diagramme und Abbildungen sind nicht lesbar und unverständlich [Addition von Strom und Wärme, S. 19 ff]. Unsaubere Verwendung von Dezimalkomma, Dezimalpunkt, Tausender-Punkt [S. 29 ff]. Die teilweise Bezeichnung der Seiten mit römischen Zahlen ist eine Zumutung. Kosten dieser Planungen allein für die Stadt? Schätzung: mehrere 100.000 Euro.

Sinnhaftigkeit

Über das Pro und Contra des Einflusses von CO2 (angeblich herausragendes Treibhausgas und Klimagift) auf die Luft-Temperaturen und dessen Konzentration in der Luft, gibt es unübersehbare Publikationen. Beliebige Beurteilungen sind herauslesbar.

Man sollte wissen, dass es erdhistorisch höhere CO2-Konzentrationen gab als derzeit – Saurierzeit 4.000 bis 6.000 ppm; derzeit etwa 420 ppm (das sind 420 von 1.000.000 Luftteilen (Moleküle)). CO2 ist das wichtigste Lebensmittel für alle Kreaturen.

Ohne CO2 keine Pflanzen, ohne Pflanzen kein Sauerstoff, ohne Sauerstoff kein Leben (auch im Meer). Das ist die Wirkung der Photosynthese. Gewächshäuser werden mit CO2 begast (800 ppm). Ergebnis: besseres Pflanzenwachstum!

Tatsache ist, dass unter 150 ppm kein Pflanzenwachstum möglich ist. Bezüglich der Temperatur hat der Blödelbarde Otto bemerkenswert festgestellt: „Es ist mal wärmer, es ist mal kälter, es kommt ganz auf die Temperatur an.“

Auf Seite 28 des Konzeptes wird in einer Abbildung gezeigt, dass im Zieljahr 2040 eine CO2-Emission von „Null ppm“ erreicht werden wird. In einem Gespräch wurde Dr. Real auf die unsinnige Aussage des Diagramms aufmerksam gemacht und eine Nachbesserung empfohlen. Ergebnis: Null.

Folgerung: Aus diesen Gegebenheiten ist die generelle, vor allem politische Beurteilung und Verurteilung des CO2, sinnlos. Folgerung: Aus diesen Gegebenheiten ist die generelle, vor allem politische Beurteilung und Verurteilung des CO2, sinnlos. Die Schuldzuweisung, CO2 sei erstrangige Ursache eines Klimawandels, ist fraglich. Damit wird jede damit begründete Maßnahme – Vermeidung von CO2 – unnötig.<

Weitere ausführliche Informationen dazu unter: www.klauseberhardwagner.wordpress.com/

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