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Frank Matiaske tritt zur Landratswahl 2027 im Odenwaldkreis nicht wieder an

Landrat Frank Matiaske wird im kommenden Jahr nach 20 Jahren in hauptamtlicher politischer Verantwortung nicht erneut zur Wiederwahl antreten, wie er heute bekannt gab. Foto: Pressedienst Odenwaldkreis

Der amtierende Kreischef im Erbacher Landratsamt will einer nach der gerade erfolgten Kommunalwahl aktuell entstehenden SPD-CDU-Kreisregierung wie allen politischen Gremien im Odenwaldkreis frühzeitig signalisieren, dass er „nur noch eineinhalb Jahre zur Verfügung steht“ und „jeder frühzeitig Bescheid weiß“

mk-Presse / er

ODENWALDKREIS / ERBACH. – „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, sagt Frank Matiaske und informiert am heutigen Donnerstag, 02. April, die Presse, dass er zur Landratswahl im kommenden Jahr 2027 nicht wieder antreten wird. Er wolle damit nach der am 15. März erfolgten Kommunalwahl die aktuell entstehende SPD-CDU-Kreisregierung wie alle politischen Gremien im Odenwaldkreis rechtzeitig informieren, „damit jeder frühzeitig Bescheid weiß“, sagte der aktuelle Verwaltungschef im Erbacher Landratsamt, der Dienstvorgesetzter von insgesamt 770 Mitarbeitenden ist.

„Ich werde bis zum Ende meiner Amtszeit am 31. August kommenden Jahres mit ganzen Einsatz für die Belange des Odenwaldkreises zur Verfügung stehen, möchte mich nach 20 Jahren in kommunalpolitischer Verantwortung aber noch einmal einer anderen Aufgabe zuwenden“, sagt Frank Matiaske. Gemeinsam mit seiner Frau Gabi wolle er künftig in einem selbständigen Beratungsbüro arbeiten.

Matiaske ist ausgebildeter Verwaltungsfachangestellter und absolvierte nach dieser Ausbildung ein Studium an der Verwaltungsfachhochschule Darmstadt zum Diplom-Verwaltungswirt. Auch war lange Jahre in der Kommunalverwaltung der Stadt Breuberg tätig.

Berufsbegleitend absolvierte er neben seiner Tätigkeit in der Kommunalverwaltung den Masterstudiengang Öffentliches Management (MPA) an der Universität Kassel. Er ist außerdem zertifizierter Unternehmenscoach (Steinbeis Hochschule, Berlin), ausgebildeter Mediator und Coach für Design Thinking.

In den Jahren 2001 bis 2008 war er ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter des Odenwaldkreises. Bei der Kommunalwahl im September 2007 wurde Matiaske als SPD-Bewerber zum Bürgermeister der Stadt Breuberg gewählt und trat im Februar 2008 die Nachfolge seines Parteikollegen Günter Verst an.

Das Amt des Bürgermeisters legte Matiaske zum 31. August 2015 nieder. Nachdem er die Direktwahl des Landrats des Odenwaldkreises am 15. März 2015 gewonnen hatte. Er trat hierbei gegen den Amtsinhaber Dietrich Kübler (ÜWG) an und vereinte 58,9% der Stimmen auf sich.

Am 1. September 2015 nahm Matiaske seine Arbeit als Landrat in der Kreisverwaltung in Erbach auf. Er ist in dieser Funktion kraft Amtes Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Odenwaldkreis, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH, die das Kreiskrankenhaus in Erbach betreibt, und Mitglied im Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.   

Zur Landratswahl am 14. März 2021, die parallel zu den Kommunalwahlen in Hessen stattfindet, trat er zur Wiederwahl an. Er errang dabei 67,3 Prozent der Stimmen und wurde damit im ersten Wahlgang für eine weitere sechsjährige Amtszeit wiedergewählt. Ebenfalls kandidierte er als Spitzenkandidat der Odenwälder SPD auch zur Kreistagswahl.

Matiaske beschäftigt sich mit den Fragen zur Zukunft des ländlichen Raumes. Er trat in der Vergangenheit mit Forderungen zur Stärkung des ländlichen Raumes und des Odenwaldkreises im Besonderen insbesondere gegenüber der Landes- und der Bundespolitik in Erscheinung. Unter seiner Mitwirkung und Federführung entstand auch die „Erbacher Erklärung“, eine Absichtserklärung des RMV und der beteiligten Kreise zum Ausbau der Odenwaldbahn.

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