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Bundesmittel in Höhe von 266.000 Euro zur Sanierung der Kellerei in Michelstadt

Haushalts-Ausschuss des Bundes stellt Mittel im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms XII zur Verfügung

mk-Presse

MICHELSTADT. – Saniert werden soll gemäß eines einstimmigen Beschlusses des Michelstädter Stadtparlaments vom 2. Februar 2023 die komplette Südfassade der Kellerei in Richtung Burggraben. Dort bröselt der Sandstein, die Lehmgefache weisen Risse auf und die Verwitterung machte auch vor den Balken nicht Halt. Eines neuen Putzes bedarf es ebenso wie der Ausbesserung der Holzschindelverschalung.

Ausgegangen war man von geschätzten Gesamtkosten 626.000 Euro, folglich mindestens 313.000 Eigenanteil plus eines geplanten Zuschusses. Alleine es fehlten seither die Gelder, um dieses Projekt zu realisieren. Wie die Bundestagsabgeordneten  Nancy Faeser (SPD, frühere Bundesinnenministerin, Anm. d. Red.) und Patricia Lips (CDU) jetzt nahezu zeitgleich bekannt gaben, wurde dieser Zuschuss jetzt mit 266.000 Euro und damit in Höhe von 42 Prozent der ermittelten Gesamtkosten gewährt.

Eigenmittel der Stadt müssen noch im Michelstädter Haushalt bereit gestellt werden

Die entsprechenden Eigenmittel müssen freilich noch im Haushalt der Stadt Michelstadt bereit gestellt werden. Auch die Detail-Abstimmung mit der Denkmalpflege und der erforderlichen  Ausschreibung stehen noch an, weshalb der Baubeginn realistisch nicht vor Spätherbst dieses Jahres, witterungsbedingt dann wohl eher im Frühjahr 2027 zu erwarten ist.

Neben den 266.000 Euro für die denkmalgerechte Sanierung der Michelstädter Kellerei teilte Faeser mit, dass auch zur Restaurierung der historischen Sauer-Orgel in Bad Homburg im Hochtaunuskreis Bundesmittel in Höhe von 117.691 Euro fließen werden.

Das habe der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms XII zur Sanierung der in ihren beiden Betreuungswahlkreisen gelegenen bedeutenden Kulturdenkmäler entschieden.

„Ein prägendes historisches Bauwerk im Odenwaldkreis wird in seiner Substanz gesichert“

Mit zusätzlichen 35 Millionen Euro, die bundesweit im Haushalt für das neue Sonderprogramm bereitgestellt wurden, habe das Parlament ein starkes Signal gesetzt für den Erhalt des kulturellen Erbes in Deutschland.

Die Kellerei in Michelstadt, „ein prägendes historisches Bauwerk im Odenwaldkreis“, werde durch die Unterstützung des Bundes in seiner Substanz gesichert und für kommende Generationen bewahrt.

„Die Kellerei ist ein architektonisches Wahrzeichen und ein identitätsstiftender Ort für die Region. Mit der Bundesförderung schaffen wir die Grundlage dafür, dass dieses bedeutende Denkmal dauerhaft erhalten und weiterhin öffentlich genutzt werden kann“, so Nancy Faeser weiter.

Das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes richtet sich insbesondere an national bedeutsame Kulturdenkmäler und unterstützt Kommunen, Kirchen, Vereine und Initiativen bei dringend notwendigen Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen.

Nancy Faeser betont: „Denkmalschutz ist mehr als die Bewahrung alter Gebäude. Er ist gelebte Geschichtsverantwortung und zugleich Investition in die Zukunft unserer Städte und Gemeinden. Dass Hochtaunus und Odenwaldkreis hier berücksichtigt wurden, ist eine sehr gute Nachricht für unsere Region.“

Georg Walther begrüßt für die CDU Michelstadt die Entscheidung in Berlin

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion in der Michelstädter Stadtverordnetenversammlung, Georg Walther, begrüßt die Entscheidung ausdrücklich: „Die Kellerei ist eines der prägendsten Gebäude unserer Stadt und ein zentraler Ort für Kultur, Geschichte und Begegnung.

Dass der Bund nun über 266.000 Euro für die Sanierung bereitstellt, ist eine hervorragende Nachricht für Michelstadt. Wir freuen uns sehr, dass dieses wichtige Projekt nun vorangebracht werden kann.“

Walther betont: „Unser besonderer Dank gilt Patricia Lips, die sich in Berlin für den Erhalt der Fördermittel eingesetzt hat und damit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hat, dass diese Unterstützung nach Michelstadt kommt.“

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende weist zudem darauf hin: „Die Initiative zur intensiven Beschäftigung mit dem Zustand der Kellerei ist ursprünglich aus der Stadtpolitik heraus entstanden. Bereits 2023 habe die CDU-Fraktion einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht, der eine Überprüfung des Zustandes der Außenfassade und mögliche Sanierungsmaßnahmen zum Ziel hatte. Hintergrund war die Bedeutung der Kellerei als historischer Schatz der Stadt und als zentraler Ort für Veranstaltungen, Kultur und das Stadtmuseum.“

„Die Kellerei ist ein echtes Wahrzeichen Michelstadts. Sie prägt unser Stadtbild und ist identitätsstiftend“

Die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Parteivorsitzende der CDU Michelstadt, Sandra Funken, sieht in der Förderzusage auch eine Bestätigung der kommunalpolitischen Arbeit: „Die Kellerei ist ein echtes Wahrzeichen Michelstadts. Sie prägt unser Stadtbild und ist identitätsstiftend für viele Bürger.

Dass nun Bundesmittel für die Sanierung bereitstehen, zeigt, dass sich unser frühzeitiges Engagement als CDU gelohnt hat.“ Funken ergänzt: „Gerade mit Blick auf die kommenden kommunalpolitischen Aufgaben ist es wichtig, dass wir uns weiterhin konsequent für den Erhalt unserer historischen Bauwerke einsetzen.

Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Heimat und zugleich ein bedeutender Anziehungspunkt für Gäste und Touristen. Auch auf Landesebene werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass der Odenwald Fördermittel erhält.“

Die CDU Michelstadt sieht in der Förderung ein starkes Signal für den Denkmalschutz im Odenwald und freut sich, dass mit der Kellerei ein kulturelles Herzstück der Stadt gesichert werden kann.

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