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Bergsträßer Friedenszug am Ostermontag in Viernheim

Odenwälder Ostermarsch am Samstag von Erbach nach Michelstadt: Aufruf zu Diplomatie und Abrüstung

Katja Knoch

BERGSTRASSE / VIERNHEIM. – Das Friedensbündnis Bergstraße lädt alle Bürger ein, am Ostermontag ein Zeichen für den Frieden zu setzen – ab 14 Uhr beim Friedenszug am Apostelplatz Viernheim.

„Wir fordern von der Politik die Einhaltung des im Grundgesetz verankerten Friedensgebots. Statt Kriegsertüchtigung braucht es Friedensfähigkeit und eine offene gesellschaftliche Debatte. Öffentliche Mittel sollten in Bildung und Soziales fließen – nicht in Aufrüstung“, erklären die Organisatoren vom Friedensbündnis Bergstraße.

Nach einer kurzen Auftaktkundgebung startet der Friedenszug durch die Viernheimer Innenstadt. Ab etwa 15:15 Uhr folgen weitere Redebeiträge und ein offenes Mikrofon bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Meinung mitzuteilen.

Außerdem gibt es Infostände: in Kooperation mit den Freidenkern und den Nachdenkseiten-Gesprächskreisen der Region mit Unterschriftslisten für Friedensaktionen und von Kla.TV.

In der Region finden weitere Friedensaktionen im Rahmen des Netzwerks „Zusammen für Frieden! JETZT!“ statt, dem das Friedensbündnis Bergstraße angehört: Am 4. April in Frankfurt/Main (13 Uhr Römerberg – Weltweites Friedenszeichen) und in Erbach(Schlossplatz 11 Uhr – Odenwälder Ostermarsch).

Weitere Ostermärsche der Region, wie in Heidelberg, Mannheim, Darmstadt oder Frankfurt, sind auf der Webseite der Friedenskooperative aufgeführt.

Im Mai schließen sich zwei weitere Aktionen an, die vom Friedensbündnis unterstützt werden: ein bundesweiter Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 8. Mai und das europaweite European Peace Project am 9. Mai.

Aktuelle Informationen, Zeiten sowie weiterführende Hinweise zu allen Veranstaltungen sind unter www.friedensbuendnis-bergstrasse.de abrufbar.

Das Friedensbündnis sieht angesichts der Zuspitzungen im Irankrieg sowie zunehmender militärischer Präsenz auch in Deutschland – wie aktuell die Manöver im Raum Lampertheim – die Gefahr weiterer Eskalation.

Diese Entwicklung wird als Folge politischer Entscheidungen bewertet, die verstärkt auf Konfrontation statt auf Diplomatie setzen. Zugleich werde die Gesellschaft schrittweise auf einen möglichen Spannungs- oder Verteidigungsfall vorbereitet – mit weitreichenden Folgen bis hin zu Notstandsmaßnahmen und Einschränkungen grundlegender Rechte.

Vor diesem Hintergrund ruft das Bündnis dazu auf, die Politik öffentlich an die Einhaltung nationaler und internationaler Friedensverpflichtungen zu erinnern und eine weitere Eskalation zu verhindern.

„Der öffentliche Einsatz für Frieden ist für uns die dringendste Aufgabe unserer Zeit – wichtiger als alles, was uns trennt. Über politische Lager hinweg rufen wir zu mutigem Handeln auf: Es ist Zeit, gemeinsam für Frieden und Diplomatie einzustehen“, erklärt dasFriedensbündis Bergstraße.

Wer wir sind:

Das Friedensbündnis Bergstraße ist ein regionales Bündnis vonzivilgesellschaftlichen Gruppen und engagierten Bürgern – für Frieden ohne Waffen. Das Bündnis wurde kurz vor den Ostermärschen 2024 angesichts der eskalierenden weltweiten Konflikte gegründet und fordert eine klare Wende hin zu friedenschaffendem Handeln, Gewaltfreiheit und Menschlichkeit.

Statt weiterer Aufrüstung, kriegstreiberischer Eskalation und der Unterstützung völkerrechtswidriger Interventionen müsse die Politik ihre Verantwortung wahrnehmen und – im Einklang mit den Friedensgeboten des nationalen und internationalen Rechts – konsequent auf Dialog, Diplomatie und Verständigung setzen.

Mit Aktionen, öffentlichen Diskussionen und Vernetzung der friedensbewegten Menschen will das Bündnis Bewusstsein für Frieden schaffen, Menschen zum Mitwirken ermutigen und Termine der Friedensbewegung sichtbar machen. Weitere Infos unter: https://friedensbuendnis-bergstrasse.de/

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