Begrüßung der Erstsemester auf dem Campus der TH Mannheim.
Orientierung und Beratung beim Erstimarkt des AStA und der Fachschaften.
Mit stabilen Studierendenzahlen und einer guten Auslastung ihrer Studiengänge startet die TH Mannheim ins Wintersemester 2025/26 + + + Der Ausbau der Kooperationen mit Schulen und die Einrichtung von zwei englischsprachigen Bachelorstudiengängen sind Maßnahmen zur Gewinnung von MINT-Studierenden aus dem In- und Ausland + + + Das Trainee-Programm StudiumPLUS verzahnt Studium und Praxisanteile in Unternehmen. In der Forschung startet das Großprojekt Innovationscommunity VIVET in die Umsetzung
Cordula Boll
MANNHEIM. – Am Montag, 22. September, begann für etwa 1.140 Erstsemester das Studium an der Technischen Hochschule Mannheim. Ein Bachelorstudium nehmen 929 Studierende auf und in den Masterstudiengängen sind 211 Studierende neu eingeschrieben. Die Gesamtzahl der Studierenden beträgt rund 5.000, wovon etwa 600 aus dem Ausland kommen, das entspricht einem Anteil von 12 Prozent.
„Wir freuen uns sehr über die vielen neuen Gesichter auf dem Campus und heißen alle Erstsemester herzlich willkommen“, sagt Rektorin Prof. Dr. Angelika Altmann-Dieses. „Unsere Aufgabe ist es, Studierende nicht nur fachlich, sondern auch persönlich zu begleiten und sie in ihrem Studienverlauf bestmöglich zu unterstützen.“
Auf 932 Studienplätze im Bachelor gingen insgesamt über 4.000 Bewerbungen ein, für 228 Masterstudienplätze haben sich in der Summe knapp 1.000 Interessenten beworben.
Besonders gefragt sind in diesem Semester die Bachelorstudiengänge Soziale Arbeit, Wirtschaftsingenieurwesen, sowie Cyber Security, im Master der englischsprachige Studiengang Biotechnology.
Zur Orientierung und Einführung bietet die Hochschule zusammen mit den Fachschaften und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) ein Programm aus Campusrundgängen, Rallyes, Fragerunden sowie einem Erstimarkt mit Infoständen rund ums Studium.
Einrichtung von internationalen MINT-Studiengängen
Zur Gewinnung von ausländischen Studierenden für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hat die TH Mannheim zwei internationale Studiengänge geplant: International Engineering und Engineering and Management International.
Ihr Ziel ist es, ausländische Interessenten für ein MINT-Studium zu gewinnen und sie gleichzeitig für den deutschen Arbeitsmarkt auszubilden. Die Lehrveranstaltungen erfolgen daher auf Englisch und werden von Deutschkursen begleitet.
Das Programm wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert. International Engineering soll zum nächsten Sommersemester und Engineering and Management International zum kommenden Wintersemester starten.
Ausbau der MINT-Kontaktstelle
Um die Attraktivität eines MINT-Studiums für Studieninteressierte zu erhöhen, baut die TH Mannheim im Zuge der landesweiten MINT-Strategie ihre MINT-Kontaktstelle „MINTcontact” weiter aus.
Die Umwandlung der temporären Projektstelle in eine dauerhafte Hochschuleinrichtung und der vor kurzem erfolgte personelle Ausbau von MINTcontact durch Fördermittel des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums sind Teil der Strategie, mit der sich die TH Mannheim auf den Weg gemacht hat, Informationen und Angebote rund um MINT-Studiengänge transparenter und im Rahmen der Bildungsgerechtigkeit für alle gleichermaßen zugänglich zu gestalten.
Gemeinsam erarbeiten Rektorat, MINTcontact, zentrales Studierendenmarketing und die Fakultäten Angebote, um junge Menschen über MINT-Studiengänge und –Berufe zu informieren und Lehrkräfte in Schulen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Die Kontaktstelle „MINTcontact“ wurde 2021 an der TH Mannheim eingerichtet. Sie vermittelt den Kontakt zwischen Schulen, Lehrkräften, Jugendlichen und Eltern einerseits sowie der Hochschule und regionalen MINT-Akteuren andererseits. Sie unterstützt bei der Planung von Schulexkursionen, organisiert Mitmachangebote und fördert die Vernetzung zwischen Schulen, Unternehmen und außerschulischen Lernorten.
Kooperation mit dem TECHNOSEUM
Eine weitere Säule bei der Gewinnung von MINT-Studierenden stellt die in diesem Frühjahr geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen dem TECHNOSEUM und der TH Mannheim dar. Mit der Vereinbarung intensivieren beide Partner die Zusammenarbeit zur Förderung der naturwissenschaftlich-technischen Bildung von Kindern und Jugendlichen in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Auf der Basis dieser Vereinbarung bringt sich beispielsweise die TH Mannheim am 26. September in die interaktive Science-Show der im September 2025 neu eröffneten TECHNOarena im Museum ein. Prof. Dr. Till Nagel und Prof. Dr. Julian Reichwald zeigen in „Data Sparkle: Wenn Daten leuchten lernen”, wie Daten und KI unsere Welt verändern.
Trainee-Programm StudiumPLUS mit regionalen Unternehmen
Ein weiteres Programm, das in den vergangenen Monaten aufgebaut wurde, ist das Trainee-Programm StudiumPLUS. Es ergänzt ein reguläres Studium um vertiefte Praxisphasen in regionalen Unternehmen. Aktuell nehmen 14 Partner – von Start-ups bis zu großen Unternehmen – daran teil, weitere werden in Kürze dazukommen.
Das Programm steht Studierenden aller Fachrichtungen bereits ab dem 1. Semester offen und ermöglicht eine enge Verzahnung von Theorie und Anwendung. Die Praxisanteile sind überwiegend in den vorlesungsfreien Zeiten verankert; Praxissemester und Abschlussarbeit werden ebenfalls im Unternehmen absolviert. Für die Studierenden bedeutet die Teilnahme eine monatliche Vergütung, für die Unternehmen die frühzeitige Rekrutierung von Nachwuchskräften.
Stand der Forschung und Start des Großprojekts VIVET
Die TH Mannheim zählt im Kreis der 23 Hochschulen für angewandte Wissenschaften des Landes Baden-Württemberg zu den fünf forschungsstärksten Hochschulen. Im Jahr 2024 hat sie über 11 Mio. Euro Drittmittel bei öffentlichen Mittelgebern, Stiftungen sowie im Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte mit Unternehmen eingeworben.
Ein Großteil davon wird im Forschungs- und Transferzentrum CeMOS sowie in fünf weiteren Kompetenzzentren mit fachlichem Schwerpunkt umgesetzt. Das Forschungsspektrum der TH umfasst Themen zu den Schwerpunkten „Gesundheitsforschung und Biomedizintechnik”, „Künstliche Intelligenz und Digitalisierung” sowie „Nachhaltiges Wirtschaften, Energie und Umwelt”.
Gegenwärtig werden mehr als 100 anwendungsbezogene Forschungsprojekte mit zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen, der Großindustrie und akademischen Partnern, überregional und international durchgeführt. In diesen forschen neben den Professoren fast 90 Nachwuchswissenschaftler an Forschungsfragen für ihre Promotion.
Ein Großprojekt der TH Mannheim, das aktuell in die Umsetzung geht, ist die Einrichtung der Innovationscommunity VIVET. Der „Verbund für Innovation in der Verfahrenstechnik chemische und biotechnologische Prozessentwicklung 4.0“ strebt einen Paradigmenwechsel in der chemischen/biotechnologischen Prozessentwicklung an, der zu signifikanter Decarbonisierung und nachhaltigen Produktionsprozessen führen soll.
Zentrale Säulen des Netzwerks sind die Großunternehmen der chemischen Industrie in der Region Kur- und Rheinpfalz und die mit ihr in engen Geschäftsbeziehungen stehenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
Aktuell starten die ersten beiden Forschungsprojekte, die sich mit digitaler Prozessoptimierung und nachhaltiger Rohstoffproduktion befassen. Das Gesamtprojekt wird über die Bundesinitiative DATIpilot mit bis zu fünf Millionen Euro für maximal vier Jahre gefördert.

Rege Betriebsamkeit auf dem Campusgelände der TH Mannheim zu Beginn des Wintersemesters 2025/26. Fotos: Cordula Boll











