Der Hessische Innenminister Prof. Roman Poseck (rechts) übergibt das Begrüßungsschild „Kompass Kommune“ an Bürgermeister Jens Fröhlich (2. Mitte) im Beisein des Polizeivizepräsidenten Südhessens Dirk Fornoff. Foto: © Michelle Uhrig, Gemeinde Höchst
Innenminister Prof. Roman Poseck und Südhessens Polizeivizepräsident Dirk Fornoff überreichten das entsprechende Begrüßungsschild bei einem Besuch im Höchster Bürgerhaus an Bürgermeister Jens Fröhlich
Pressedienst Höchst
HÖCHST. – „Die Aufnahme als KOMPASS Kommune ist ein weiteres Mosaik, ein weiteres Puzzleteil eines Weges, den wir in den vergangenen knapp zwei Jahren konsequent gegangen sind“, sagte der Höchster Bürgermeister Jens Fröhlich.
KOMPASS steht für KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel und ist ein Angebot des hessischen Innenministeriums an die Städte und Gemeinden. Das Programm hat zum Ziel, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen vor Ort herauszuarbeiten. Um das zu erreichen, wird Bestehendes auf den Prüfstand gestellt und eine Maßnahmenliste erstellt, die die Sicherheit vor Ort erhöhen soll.
Hessens Innenminister Roman Poseck hob besonders die Bedeutung des Programms für die kommunale Sicherheitsarbeit hervor: „Hessen ist und bleibt ein sicheres Land. Die Kriminalitätsentwicklung geht insgesamt in die richtige Richtung. Besonders in Höchst hat sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren stetig verbessert und bewegt sich insgesamt auf einem stabilen Niveau.
So lag die sogenannte Häufigkeitszahl – die Anzahl von Straftaten bezogen auf 100.000 Einwohner – in 2024 mit 2.955 weit unter dem Landesdurchschnitt mit 6.046. Auch die Aufklärungsquote lag 2024 mit 68,2% weit über dem Landesdurchschnitt.“
Es gehe aber nicht nur um Zahlen, sondern auch um das Sicherheitsgefühl der Bürger. Dieses soll mit KOMPASS gesteigert werden. Mit dem Beitritt zu KOMPASS setzt die Gemeinde Höchst ein klares Zeichen für Prävention, Zusammenarbeit und Verantwortung.
Ziel ist es, Sicherheitsbedarfe frühzeitig zu erkennen und gemeinsam passgenaue Lösungen zu entwickeln. KOMPASS ist dabei kein starres Konzept, sondern ein praxisnaher Prozess, der sich an den konkreten Herausforderungen vor Ort orientiert.
Die Gemeinde Höchst sei schon gut aufgestellt, viele Komponenten aus dem KOMPASS-Programm seien bereits vorhanden, darauf könne aufgebaut werden, betonte Bürgermeister Jens Fröhlich. In den Kindertageseinrichtungen und der kommunalen Jugendarbeit würden gezielt Präventionsmaßnahmen umgesetzt, um frühzeitig auf Herausforderungen zu reagieren.
„Mit dem Umbau des Montmelianer Platzes schaffen wir nicht nur eine optische Aufwertung, sondern mehr Übersichtlichkeit, bessere Beleuchtung und eine verbesserte Sozialraumüberwachung. Die Ordnungspolizei wurde von zwei auf fünf Kräfte aufgestockt und professionell ausgestattet.“
Ab Februar werde ein Streifendienst im Früh- und Spätdienst von Montag bis Freitag und einen Spätdienst am Wochenende eingeführt, mit dem Ziel, die Präsenz im Ortskern noch weiter zu erhöhen und das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken.
Weitere Aufenthaltsorte sind derzeit in Planung, an denen Kinder spielen, Jugendliche sich treffen, Familien verweilen und ältere Menschen sich sicher aufhalten können. Im Rahmen des Förderprogramms „Regionalentwicklung/LEADER“ werde bereits eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Mehrgenerationenparks in der Kerngemeinde durchgeführt.
Nach der Begrüßung und der Aufnahme der Gemeinde in KOMPASS folgen nun die weiteren Schritte: Zunächst werde die objektive Sicherheitslage erhoben. Eine Bürgerbefragung werde zudem Aufschluss über das Sicherheitsgefühl der Höchster Bevölkerung geben. In einer ersten Sicherheitskonferenz werde es dann eine Feinanalyse der Ergebnisse und möglicher Problemstellungen geben.
Zu den ermittelten Sicherheitsbedarfen würden in der Folge passgenaue Lösungen gesucht und in einer zweiten Sicherheitskonferenz vorgestellt. Von grundlegender Bedeutung sei, dass alle Partner, die Aufgaben im Bereich der Sicherheit wahrnehmen, sowie die Bürger an einen Tisch geholt werden. Die erarbeiteten Präventionsmaßnahmen sollen anschließend umgesetzt werden, woraufhin sich die Kommune schließlich für die Verleihung des Sicherheitssiegels bewerben kann.











