Jürgen Poth beim Dorftreff Olfen am 30. Juni 2026. Foto: Traudel Schnur
Zahlreiche Gäste, die auch diesmal wieder von weit hergekommen waren, füllten den Saal im >Spälterwald< und sorgten bei erträglichen Temperaturen für gute Stimmung
HS
OLFEN. – Nach den Tagen mit Rekordhitze wehte durch die offenen Fenster wohltuende frische Luft im Saal des Gasthauses „Zum Spälterwald“ in Olfen, was die Gäste als „Überlebende der Hitzewelle“ ermunterte, Jürgen Poth zu begrüßen, weit über die Grenzen bekannt als „der Odenwälder Guggugg“.
Sein Programm hieß diesmal „Wie´s Maul gewachsen is“ und bot Mundartlieder zur Gitarre und Refrains zum Mitsingen aus Herzenslust: „Ouwouwou, wie schäi! Denn ich bin Ourewäller! “
In einem gesungenen Sprachkurs parodierte „de Guggugg“ seine „Mussigg, Sprisch unn Sproach aus’m Ourewoald“ mit ihren Dialektausdrücken, die die südhessische Mundart so liebenswert machen.
Jürgen Poth, so der bürgerliche Name, unterhält seit mehreren Jahren eine stetig gewachsene Gemeinschaft von Mundartliebhabern mit hausgemachten Liedern. Die Melodien, zu denen er sich auf der Gitarre begleitet, entstammen der Folklore Irlands, Schottlands, Amerikas und natürlich Deutschlands.
Das alles garantiert einen abwechslungsreichen Auftritt mit fetzigen Rhythmen, melodischen Weisen und überraschenden Texten, zu denen das Publikum alle Refrains vom Liedblatt mitsingt. Auf diese Art hat mancher zugezogene Neubürger „Ourewällerisch“ als Fremdsprache gelernt!
Gleichzeitig erfährt man in dem farbigen Querschnitt von Liedern und Gedichten etwas über die Geschichte, Lebensweise und Charakter des Odenwälder Bergvolkes mit seinem Tälerstolz , dem der Guggugg liebevoll hinter die Stirn direkt ins Sprachzentrum schaut. Dabei fehlen auch Lebenssituationen nicht wie „Die Hilde mit ehrm Rollator, zwischen Nordkap un Äquador!“ oder männliches Gewimmer „Fraa, ich bin kroank! Ich bin kroank!“
Spaß des Publikums an Mundart und Musik ließen die Refrains von Herzen erschallen: „Loass es seu! Loass es seu!“ oder „Elis`, wer is Elis`?“
Mit Gedichten und Sprüchen in Mundart hatte eingangs bereits Moderator Horst Schnur die Gäste begrüßt und Liedermacher Jürgen Poth gedankt unter heftigem Beifall und Schmunzeln bis zum schallenden Gelächter mit dem traditionellen essbaren Honorar aus der Hausmetzgerei des „Spälterwald“.
Der Olfener Dorftreff startet nach der Sommerpause wieder am letzten Dienstag des Monats August, dem 25., mit Volksliedersingen in Begleitung der Musikgruppe Beisel-Holschuh.










