Start / Politik / Matthias Penteker: „Bensheim ist eine Geldvernichtungsmaschine“

Matthias Penteker: „Bensheim ist eine Geldvernichtungsmaschine“

Matthias Penteker, Bürgermeisterkandidat in Bensheim zur Wahl des neuen Verwaltungschefs am Sonntag, 16. August, sieht enormen Verbesserungsbedarf im Rathaus der größten Stadt des Landkreises Bergstraße. Foto: Pressedienst Büro Penteker

Der unabhängige Bensheimer Bürgermeisterkandidat positioniert sich beim „politischen Grillfest“ zu wichtigen aktuellen Themen, vor allem im Finanzbereich

Pressedienst Büro Penteker

AUERBACH. – Zu einem „Politischen Grillfest“, das wegen der Brandgefahr aufgrund anhaltender Trockenheit kurzerhand zu einem „politischen kalten Buffet“ umfunktioniert werden musste, hatte der unabhängige Bensheimer Bürgermeisterkandidat Matthias Penteker auf den Grillplatz im Bensheimer Sportpark West eingeladen.

Vor zahlreichen Interessierten skizzierte Penteker dabei seine Vorstellungen von einer modernen und effizient geführten Stadtverwaltung und legte den Fokus vor allem auf die Finanzen. Dabei könne und müsse ein Bürgermeister, der grundsätzlich ja als Verwaltungschef der Exekutive angehört, Akzente setzen, um die Entscheidungsträger in die richtige Richtung zu lenken.

Der AfD-Politiker, der nicht zuletzt mangels eigener Parteiunterstützung durch fehlende AfD-Politiker im Bensheimer Stadtparlament, und auch weil er „ein Bürgermeister für alle Bensheimer“ sein möchte, als unabhängiger Kandidat zur Wahl antritt, sieht genau in diesem Punkt erhebliche Defizite in der Bensheimer Stadtpolitik der Vergangenheit.

Mehr noch: „Bensheim ist eine Geldvernichtungsmaschine“ lautet seine harsche Kritik an der Stadtpolitik der zurückliegenden Jahre. „Was hat man in den vergangenen 25 Jahren gemacht?“, fragt er rhetorisch in die Runde. Die Antwort gab er selbst und verwies auf zahlreiche unerledigte „Großbaustellen“ im doppelten Wortsinn, die alle mit erheblichen finanziellen Verlusten verbunden waren.

So nannte er mit dem verlustreichen Abriss des Hauses am Markt, dem Kauf des ehemaligen Kaufhauses Krämer im Jahr 2018, das bisher noch immer keiner Lösung zugeführt wurde, dem Brachliegen der städtischen Tiefgaragen-Parkplätze im Neumarktcenter, der Nichtverwertung des Hoffarth-Geländes trotz des seit 2018 bestehenden Verkaufsbeschlusses der Stadtverordneten, dem Doppelflopp beim Umzug der Stadtbücherei mit der langfristigen Anmietung einer Immobilie, die man dann als ungeeignet verwarf und die im noch offenen Rechtstreit endete, sowie der folgenden im mittleren sechsstelligen Bereich teuren „Zerstörung der Kulturstätte >Pegasus<“ und dennoch nur halbherzigen Übergangslösung für die Unterbringung nur eines Drittels der vorhandenen städtischen Medien, „nur einige des im Millionenbereich kostspieligen städtischen Missmanagements“.

Die daraus resultierende Erhöhung der Grundsteuer B im vergangenen Jahr auf immerhin 1.000 Punkte treffe die gesamte Stadtgesellschaft, „und davon müssen wir wieder runter“ ist eine der Hauptforderungen von Matthias Penteker.

In diesem Zusammenhang lobte er den Ersten Stadtrat und Finanzdezernenten Frank Daum, der es bereits kurz nach Amtsantritt Ende vergangenen Jahres geschafft habe, die Grundsteuer B zumindest stabil zu halten und damit abrückte von einer vorgesehenen weiteren Erhöhung.

Neben den elementar wichtigen Aufgaben, solchen Entwicklungen massiv entgegenzuwirken und schnellstmöglich entsprechende Lösungen vor allem auch durch ein zukunftsweisendes Stadtentwicklungskonzept herbeizuführen, ist es Penteker ein besonderes Anliegen, einen sozialen mobilen Verwaltungsdienst für ältere, finanziell schwache Menschen einzuführen, um diesen ein menschenwürdiges Leben, auch im Alter zu ermöglichen.

Klare Positionen bezog der Bürgermeisterkandidat auch zu Neubaugebieten und dem angedachten Gewerbegebiet „Stubenwald III“, die keineswegs zu Lasten von Natur und Umwelt entstehen dürften. In diesen Fällen müsse die Innenverdichtung gegenüber der Außenverdichtung priorisiert werden.

Zuletzt sei er fast brutalem Hass begegnet, schildert Penteker. Hass und Hetze würden bei ihm jedoch keinen Platz finden. „Das liegt mir fern, ich bin keiner der Hass pflegt“, sagte er. „Würde das in der AfD jemals so sein, wäre ich der Erste, der ihr den Rücken kehrt.“

Demokratie bedeute für ihn vielmehr echte Mitbestimmung und mehr Bürgerentscheide. „Lassen Sie uns Bensheim gemeinsam gestalten und die richtigen Entscheidungen treffen“, lautete Matthias Pentekers abschließende Aufforderung an alle Bensheimer, ehe er zum Buffet bat.

Markiert:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert