Der Bensheimer Bürgermeisterkandidat Harry Hegenbarth ist überzeugt: >Bensheim kann mehr<. Foto: Pressedienst Büro Hegenbarth
Der unabhängige Bürgermeisterkandidat will am Sonntag, 16. August, als einer von sechs Bewerbern zum Bürgermeister von Bensheim gewählt werden: „Bensheim kann mehr“, ist der 47-jährige Hegenbarth überzeugt, und möchte das an der Verwaltungsspitze der Stadt unter Beweis stellen
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BENSHEIM. – „Ich möchte kein Bürgermeister sein, der nur verwaltet, was schon da ist. Ich möchte gestalten. Zuhören, Dinge sortieren und dann auch ins Handeln kommen. Nicht alles wird sofort gehen. Aber vieles wird machbar, wenn man es wirklich will“, sagt Harry Hegenbarth, einer von sechs Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am Sonntag, 16. August, in Bensheim.
Bekannt geworden ist Harry Hegenbarth in Bensheim und der gesamten Region zunächst über seine Eventagentur >Showmaker<, die er nach 25 Jahren kürzlich verkauft hat. Dabei stehe der Verkauf in keinerlei Zusammenhang mit seiner Kandidatur zum Bürgermeister, versichert der 47-Jährige glaubhaft: „Ich wollte und will einfach ein neues Kapitel aufschlagen.“
Harry Hegenbarths Fokus liegt auf Bensheim
Dieser Plan sei schon länger in ihm gereift. Und dabei liegt sein besonderer Fokus auf Bensheim. „Ich bin Stadtkind, in der Bensheimer Innenstadt groß geworden. Die Innenstadt liegt mir daher besonders am Herzen.“ Deshalb hat er konkrete Vorstellungen, was er dazu angehen möchte.
„Für den Marktplatz stelle ich mir vor St. Georg eine große, von den Seiten barrierefrei zugängliche Sitztreppe vor. Straßenmusik und Künstler treten davor auf. Gegebenenfalls ein Boule Platz. Dazu gehören viel Grün und Bäume.“
Mehr Bäume statt Blumenkübel in der ganzen Stadt
Mehr Bäume statt Blumenkübel in der ganzen Stadt wären ebenfalls wünschenswert. Entlang des Kaufhauses Ganz und an weiteren Stellen sollten mehr Zugänge zur Lauter geschaffen werden. Digitalisierung nutzen und dadurch Menschen in die Stadt bringen ist ein weiterer Punkt in Hegenbarths Fokus.
Ein aktives Leerstandsmanagement der Verwaltung müsse Eigentümer, Handel, Gastronomie und Kreative zusammenbringen. Sicherheit sei zu gewährleisten mit Blick auf Poller und E-Scooter. Gelder aus Förderprogrammen sollten in nachhaltige Aktionen gesteckt werden.
Neumarkt Center, Parkhaus & Fahrradparkhaus nachhaltig entwickeln
Neumarkt Center, Parkhaus & Fahrradparkhaus seien ebenso nachhaltig zu entwickeln wie das Hoffart-Gelände einer finalen Lösung zugeführt werden müsse. Schlussendlich müsse auch das Bürgerhaus wieder bezahlbarer und damit häufiger nutzbar gemacht werden.
„Die Bensheimer Innenstadt das Herz unserer Stadt – ein Ort der Begegnung, des Einkaufens, der Kultur und des Genusses. Damit sie auch in Zukunft attraktiv bleibt, braucht es eine ganzheitliche Strategie, die Klimaschutz, Aufenthaltsqualität, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliches Leben miteinander verbindet.
Nicht wieder ein teures Konzept auf dem Papier extern erstellen lassen
Nein, ich möchte nicht wieder ein teures Konzept auf dem Papier extern erstellen lassen. Das können wir selbst! Im Mittelpunkt steht für mich die Transformation zur lebendigen Wohlfühlstadt. Die Innenstadt der Zukunft ist kein reiner Einkaufsort mehr, sondern ein vielseitiger Erlebnisraum.
Um echtes Leben in die Stadt zu bringen, müssen wir heute aber auch digital stattfinden, sprich auffindbar sein. Mein Ansatz ist es, die Menschen über das Smartphone direkt in unsere Innenstadt zu holen“, zeigt der Bürgermeisterkandidat neue, für ihn gangbare und kostengünstige Wege auf.
Durch intelligente, lokale Bonussysteme – wie ein Bensheimer „Payback“-Modell – könne man handfeste Anreize schaffen: „Wer lokal in Bensheim einkauft oder die Gastronomie nutzt, punktet digital und kann im Gegenzug beispielsweise kostenfrei parken oder den ÖPNV nutzen. So schlagen wir die Brücke von der digitalen Welt in den analogen Handel.“
„Leerstehende Flächen sind für mich eine Chance, die ich strategisch nutzen will“
Durch intelligente Entsiegelung, mehr Bäume, schattenspendende Aufenthaltsbereiche, begrünte Plätze und nachhaltige Wasserelemente könne Bensheim widerstandsfähiger gegen extreme Hitze und Starkregen gemacht werden.
„Diese grünen, urbanen Oasen schaffen ein angenehmes Stadtklima und erhöhen die Lebensqualität für alle Generationen spürbar. Ein aktives und vorausschauendes Leerstandsmanagement ist ebenfalls ein zentraler Baustein. Leerstehende Flächen sind für mich eine Chance, die ich strategisch nutzen will.“
Temporäre Zwischennutzungen und Pop-up-Stores seien ein wunderbares Werkzeug, könnten aber nur eine Übergangslösung sein. „Nachhaltiger ist es, schon im Vorfeld geeignete Händler, Gastronomen und Akteure zu kennen, die perfekt nach Bensheim passen, um langfristige und nahtlose Anschlüsse zu sichern.
Ein gutes Leerstandsmanagement sorge dafür, dass keine drei Vape Shops und fünf Brillengeschäfte nebeneinander sind – „sondern ein ausgewogener Mix herrscht, der jedem seinen Raum gibt. Wenn wir Pop-ups einsetzen, dann als echtes, kreatives Sprungbrett: Ich will Gründer gezielt mit dem etablierten Handel und der Gastronomie zusammenbringen. Gleichzeitig öffnen wir diese Räume ganz bewusst für unsere lokalen Vereine und sozialen Initiativen, um Begegnung zu schaffen und das gesellschaftliche Miteinander direkt in der City spürbar zu machen.
Statt einzelner Maßnahmen braucht Bensheim eine starke gemeinsame Marke
So kann vorübergehend ein Senioren-Café eröffnen, ein Atelier entstehen oder ein Treffpunkt für junge Menschen.“ Statt einzelner Maßnahmen brauche Bensheim eine starke gemeinsame Marke unter der Führung des Stadtmarketings, die die besonderen Qualitäten der Innenstadt, sowie Handel und Gastronomie für den Tourismus sichtbar mache.
„Gemeinsame Veranstaltungen, digitale Angebote, saisonale Erlebniskonzepte und abgestimmte Marketingkampagnen stärken die Identität der Stadt und schaffen ein attraktives Gesamterlebnis für Einheimische ebenso wie für Gäste. Bei all dem, was das Stadtmarketing macht, gehört Auerbach übrigens mitgedacht.“
Marktplatz als historisches Zentrum verdient besondere Aufmerksamkeit
Der Marktplatz als historisches Zentrum verdiene besondere Aufmerksamkeit. „Er sollte sich zu einem lebendigen Wohnzimmer der Stadt entwickeln – mit hochwertiger Gestaltung, flexiblen Sitzgelegenheiten, mehr Grün, einer zeitgemäßen Veranstaltungsinfrastruktur und Raum für den Wochenmarkt, Kultur, Gastronomie und Begegnung.
Auch weitere Plätze und Aufenthaltsorte in der Innenstadt möchte ich gezielt aufwerten, um Orte zu schaffen, die zum Verweilen, Entdecken und Austauschen einladen. So entsteht eine Innenstadt, die Tradition und Innovation miteinander verbindet: lebendig, einladend, resilient und identitätsstiftend – ein Ort, an dem sich Menschen gerne aufhalten, Unternehmen erfolgreich wirtschaften und Gäste die besondere Atmosphäre Bensheims erleben können.“
Bürgerhaus besser auslasten, wirtschaftlicher und für Vereine, Initiativen, Schulen und gesamte Bürgerschaft zugänglich machen
Das Bürgerhaus müsse besser ausgelastet, wirtschaftlicher und für Vereine, Initiativen, Schulen und die gesamte Bürgerschaft zugänglich werden. „Mehr Veranstaltungen mitten in der Stadt beleben die Innenstadt und können langfristig den Zuschussbedarf der Stadt Bensheim für das Bürgerhaus senken.“
„Ganz wichtig, weil Weihnachten schneller kommt, als man denkt“, erachtet Hegenbarth, dass der Weihnachtsmarkt nicht schon am 22. Dezember komplett abgebaut werden soll, während für den Einzelhandel einer der wichtigsten Tage des Jahres bevorstehe. „Wo es möglich ist, könnten Teile auch zwischen den Jahren stehen bleiben. Dann sind viele Menschen zu Besuch in der Region und trinken sicher gern einen Glühwein“, ist der agile Ideengeber überzeugt.
Keineswegs nur Eventmanager, vielmehr in der gesamten Wirtschaft und Ehrenamt zu Hause
Auch lässt er sich ungern auf einen reinen Eventmanager reduzieren und verweist berechtigt auf zahllose seiner Projekte weit abseits der Show, wie sein ehrenamtliches soziales Engagement, seine Tätigkeit als Jugendwart in einem Sportverein oder etwa seine Mitwirkung an dem millionenschweren Großprojekt >Alla-Hopp-Anlagen<. Hier war er Koordinator und Planer zwischen der Dietmar-Hopp-Stiftung und 19 Kommunen in der Region, die sich erfolgreich um eine der Anlagen beworben hatten.
Die Stadt Bensheim habe damals übrigens einer der schlechtesten Bewerbungen abgegeben, konstatiert Hegenbarth, und sei deshalb durchaus nachvollziehbar leer ausgegangen bei der Begünstigung.
Weitere Schwerpunkte seiner prioritären Aufgaben sieht der Bürgermeisterkandidat in den Themenbereichen Haushalt – Wirtschaft und Finanzen, Kinder und Jugend, Digitalisierung, klimagerechte Stadtentwicklung, Familien, Kunst und Kultur, älter werden in Bensheim, Vereine & Ehrenamt, Kommunikation, Rathaus, Tourismus, Politik, Sicherheit & Ordnung, Ortsteile, Soziales und hilfsbedürftige Menschen, für die er sich schon seit Jahren mit erfolgreichen eigenen Projekten ehrenamtlich einsetzt.
Nicht zuletzt wendet sich Harry Hegenbarth auch dem Thema >Hundehalter und Tiere< zu, für die er „praktische Lösungen schaffen möchte, die Sauberkeit, Verantwortung und ein gutes Miteinander verbinden“. Weitere Infos unter: https://www.harry-hegenbarth.de/









