Katja Knoch
DEUTSCHLAND. – Am Tag der Deutschen Einheit erinnern wir daran: Der demokratische Aufbruch von 1989 wurde nicht mit Waffen erkämpft. Es waren mutige Bürger, die sich staatlichen Vorgaben widersetzten und „Keine Gewalt!“ riefen. Wer heute die deutsche Einheit feiert, darf diesen Geist nicht zur historischen Kulisse erklären. Einigkeit, Recht und Freiheit müssen gerade dort gelten, wo Menschen die Staatsraison infrage stellen und einen Kurswechsel in Richtung Frieden fordern.
Das Aktionsbündnis Freiheitslauf 2026 ruft deshalb zur Teilnahme an den vielen, parallel verlaufenden Veranstaltungen im ganzen wiedervereinten Bundesgebiet im Geist der deutschen Einheit von 1989 auf. Die Hauptveranstaltung des Bündnisses findet in Dresden statt, unter dem Motto „Friedensreferendum – Zusammenschluss des Widerstands – Ende der Spaltung: Gemeinsam für eine friedliche Zukunft und echte Mitbestimmung “. Die Abstimmung erfolgt online unter: friedens-referendum.org
Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Postplatz in Dresden. Ab etwa 15:30 Uhr folgt ein von Trommeln begleiteter Aufzug durch die Dresdner Innenstadt. Die Abschlusskundgebung findet von 17:30 bis 18 Uhr wieder am Postplatz statt. Die Veranstalter laden auch alle interessierten Pressevertreter herzlich in das Pressezelt am Postplatz ein.
Weitere Kundgebungen am 3. Oktober finden statt in:
- Aschaffenburg, 13 UhrGroßmutterwiese
- Gera: 15 Uhr, Parkplatz Hofwiesenpark
- Reutlingen: 13 Uhr, Marktplatz
- Berlin – Friedensdemo: 13 Uhr, Brandenburger Tor („Nie wieder Krieg“)
- Stuttgart – Friedensdemo: 13 Uhr, Schlossplatz („Nie wieder Krieg“)
- Prien am Chiemsee – Friedensdemo: 14 Uhr, Hafen (Friedensinitiative Rosenheim)
Bereits am Samstag, 26. September, fanden Kundgebungen in Philippsburg (14 Uhr, Parkplatz Weiße-Tor-Straße) und München (14 Uhr, Fortunabrunnen/Isartor) statt.
„Wir erleben dauerhaft seit Jahren durch unsere Politik kriegstreiberische Eskalation, eine ideologisch geprägte Energiepolitik, die Planung exorbitanter Rüstungsausgaben bei gleichzeitigem Abbau der Sozialleistungen sowie Waffenfinanzierung für fremde Kriege“, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter.
Mehr denn je brauche es Menschen, die sich der Vorstellung entgegenstellen, Krieg sei ein unausweichliches Mittel der Politik. Gerade Deutschland trage aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verantwortung. Aus den Erfahrungen zweier Weltkriege müsse die Konsequenz nicht „mehr Kriegsvorbereitung“, sondern „Nie wieder Krieg!“ lauten.
„Auch die Medien stehen in der Verantwortung. Wer täglich über Aufrüstung, Bedrohung und Kriegstüchtigkeit berichtet, muss auch den Menschen Raum geben, die diesem Narrativ widersprechen. Dieser Protest darf im demokratischen Diskurs nicht länger verschwiegen oder in die >rechte Ecke< gedrängt werden. Das Aktionsbündnis Freiheitslauf lädt alle Menschen ein, sich an den Aktionen zu beteiligen – unabhängig von Parteizugehörigkeit, Weltanschauung oder Herkunft.“
Über das Aktionsbündnis Freiheitslauf
Das Büdnis ist ein bundesweites, zivilgesellschaftliches Projekt, das sich für Frieden, Freiheit, Grundrechte und einen offenen und friedlichen gesellschaftlichen Dialog einsetzt. Der erste große Lauf knüpfte an die Tradition des Hambacher Festes als Meilenstein der deutschen Demokratiebewegung an und soll dessen Geist symbolisch in die Gegenwart tragen.
Über den ersten Freiheitslauf ist ein breites Aktionsbündnis gewachsen, das als Team weitere Veranstaltungen ins Leben ruft. Der Verein „Demokratische Freiheitsläufe e.V.“ versteht sich als Koordinator eines offenes Netzwerks engagierter Bürger, sowie Unternehmer und Landwirte und setzt auf friedlichen Protest, Vernetzung und Dialog. Weitere Infos unter: https://freiheitslauf.de/initiativen/










