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Der Vorschlag kam Ende September dieses Jahres aus dem Erbacher Magistrat. Nicole Kelbert-Gerbig schlug vor, mit dem Magistrat der Nachbarstadt Michelstadt in Gespräche einzutreten, ob die Nutzung der in Michelstadt leer stehenden ehemaligen Kita „Bienenschwarm“ für die Stadt Erbach möglich wäre.
Dazu sollte zunächst ein Besichtigungstermin für Erbacher Mandatsträger organisiert werden und im Falle eines positiven Bescheids aus der Nachbarstadt beraten werden, ob eine solche Lösung nicht dem ursprünglich geplanten Neu- bzw. Anbau an die Werner-Borchers-Halle zur Schaffung von Kitaplätzen in Erbach vorzuziehen wäre.
Diesem Gedanken folgte der Erbacher Bürgermeister und nahm Kontakt mit seinem Michelstädter Kollegen auf, um die grundsätzliche Bereitschaft Michelstadts für eine solche interkommunale Zusammenarbeit wie auch eine daraus resultierende Kostenstruktur zu erfragen.
Das wiederum nahm der Michelstädter Rathauschef Dr. Tobias Robischon als Steilvorlage auf und legte per 07. Oktober der Stadtverordnetenvorsteherin einen eigenen Antrag vor, der sich inhaltlich exakt auf die zunächst auf dem „kleinen Dienstweg“ erfolgte Anfrage unter den Bürgermeisterkollegen bezog.
In seiner Antragsbegründung verweist Robischon auf „die Option einer exterritorialen Kita, die in Hessen einmalig sein dürfte“ und schließt damit, „der Erbacher Magistrat hat bereits sein grundsätzliches Interesse an dieser Idee bekundet und will einen Ortstermin durchführen“.
Fakt ist und bleibt jedoch, dass nicht der Erbacher Magistrat sein Interesse an dieser vermeintlich Michelstädter Idee bekundet hat, wie vom Michelstädter Bürgermeister dargestellt, sondern die Idee vielmehr von einer Stadträtin aus dem Erbacher Magistrat selbst stammt, folglich keinen Michelstädter Ursprung hat.
Ein allzu schnelles öffentliche Vorpreschen in dieser Angelegenheit, noch dazu mit einer Verdrehung des Ursprungs, könnte insgesamt jedoch, wie auch hier im speziellen Fall, der geplanten interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Erbach und Michelstadt einmal mehr eher schaden, denn nutzen, wie erfahrene Mandatsträger beider Städte durchaus berechtigt bemerken und von denen einer ergänzt: „Fremde Federn schmücken nur selten das eigene Haupt.“










