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LESERBRIEF: Private Gelbe Tonne ohne Wert?

Eberhard Wagner

Ein Pressebericht über die nicht mehr zulässige Nutzung privater Gelber Tonnen verwundert sehr. Wird hierbei eine bürgerliche Initiative bewusst in die Tonne getreten?  Haben sich die Bürger bei der Anschaffung der Tonnen nichts gedacht?

Die Vorteile für alle sind vielfältig. Entfall der gelben Säcke. Geringerer Raumbedarf vor Ort. Leichteres Einladen der Tonnen gegenüber dem Eisammeln von vielen Säcken durch die Müllwerker (kein 1000-faches Bücken). Kein Herumwirbeln der Säcke bei Sturm. Kein Aufreißen der Säcke durch Nagetiere und damit Müllverteilung auf den Straßen.  

Dem Bericht zufolge soll die Sammlung von Verpackungen für die Bürger kostenfrei sein. Wie verträgt sich diese Regelung mit der möglichen, aber nun ggf. kostenpflichtigen Anschaffung der Tonnen bei der neuen Sammelfirma? Die Kosten und ggf. die Fahrt nach Michelstadt sind Zumutungen.

Was ist mit dem jährlichen Müll-Abfall-Termin-Kalender? Bekommen wir diesen nun von zwei Firmen? Oder überlässt man großzügig dem ZAKB (kostenlos) diese Tätigkeit auch für den Gelben Müll?

Ich habe den Eindruck, dass die geschilderten Nebeneffekte bei der Vergabe dieser Entsorgung fahrlässig überhaupt nicht beachtet worden sind. Offensichtlich hat bisher nur eine Partei Kritik an dem Vertrag geäußert. Wo sind die anderen Parteien? Was hat der Kreistag beschlossen, wenn überhaupt?

Die Reaktion des Landrates „der neue Entsorger könne das so handhaben“, ist nicht hinnehmbar. In der Sache sollte das letzte Wort jedenfalls noch nicht gesprochen worden sein.

Eberhard Wagner
64625 Bensheim

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