Der neue Vorstand mit Harald Weber, Andreas Hennemann, Isabell Böhm (Vorsitzende), Birgit Wilpert, Eva Heldmann, Fabienne Lust-Bechtel (Stellvertretende Vorsitzende), Cornelia Fürpahs-Zipp (Stellvertretende Vorsitzende) und Gewerkschaftssekretär Horst Raupp (von links). Foto: Pressedienst DGB Nördlicher Odenwald
Die 23-jährige Pflegehelferin löst Andreas Hennemann ab + + + Sechs Frauen und drei Männer bilden den neuen Vorstand
ODENWALDKREIS / BAD KÖNIG. – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Nördlichen Odenwaldkreis hat bei seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt, dem sechs Frauen und drei Männer angehören. Isabell Böhm (Lützelbach) wurde in geheimer Abstimmung einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt.
Die 23-jährige gelernte Pflegehilfskraft absolviert derzeit in Bad König eine Ausbildung zur Pflegefachfrau. Isabell Böhm löst damit den bisherigen Ortsverbandsvorsitzenden Andreas Hennemann (Brombachtal) ab, der im Sommer 2025 zum DGB-Kreisvorsitzenden gewählt wurde.
Horst Raupp (Darmstadt), Gewerkschaftssekretär des DGB Südhessen, gratulierte sehr herzlich zur Wahl und betonte: „Mit ihren 23 Jahren ist Isabell Böhm die zweitjüngste DGB-Ortsverbandsvorsitzende in Südhessen und zugleich die jüngste Frau an der Spitze eines DGB-Ortsverbandes. Darauf können wir stolz sein.“
Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden ebenfalls einstimmig Cornelia Fürpahs-Zipp (Breuberg) und Fabienne Lust-Bechtel (Bad König) gewählt. Als Beisitzer gehören dem Vorstand Eva Heldmann (Bad König), Andreas Hennemann (Brombachtal), Rose Pütz und Harald Weber (beide Höchst), Birgit Wilpert (Brombachtal) und Roman Wyrwa (Bad König) an.
Die neue Vorsitzende Isabell Böhm betont: „Für die Durchsetzung von guten Arbeitsbedingungen, fairen Löhnen und sozialer Gerechtigkeit sind mitgliederstarke Gewerkschaften und ein starker DGB unverzichtbar.“
In seinem Jahresausblick machte Gewerkschaftssekretär Horst Raupp deutlich: „In diesem Jahr stehen Tarifverhandlungen für zehn Millionen Beschäftigte an. Unser zentrales Ziel ist eine deutliche Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen, die Ausweitung der Tarifbindung und die Sicherung der Industriearbeitsplätze.“
Zudem wollen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften das Thema Verteilungsgerechtigkeit offensiv angehen: „Die zunehmende soziale Spaltung ist Gift für die Gesellschaft, sie gefährdet unsere Demokratie.
Deshalb setzen wir uns für eine Steuerpolitik ein, von der die arbeitenden Menschen und die breite Mehrheit der Bevölkerung profitiert und nicht eine privilegierte Minderheit von Reichen und Superreichen. Das nimmt auch den Demokratiefeinden von Rechtsaußen den Wind aus den Segeln.“
Die neoliberale Politik habe die Menschen vereinzelt: „Unsere Aufgabe ist es, den Wert des Zusammenschlusses deutlich zu machen: Wir stehen zusammen, solidarisch, entschlossen und kämpferisch und gehen mit Mut, Entschlossenheit und Optimismus ins neue Jahr.“












