Seite an Seite für eine von Hoffnungen getragene sozialdemokratische Politik in Bensheim: Die hessische Generalsekretärin der SPD, Dr. Josefine Köbe (stehend, links), und die Bensheimer Spitzenkandidatin zur Kommunalwahl am 15. März 2026, Dr. Julia Hamm. Foto: er
Bensheimer Sozialdemokraten starteten in den heißen Kommunalwahlkampf mit einer engagierten und kämpferischen Spitzenkandidatin Dr. Julia Hamm
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BENSHEIM. – „Wir erleben in Bensheim gerade eine Zeit, in der viele glauben, alles werde schlechter. Die Stadt könne nichts mehr. Politik könne nichts mehr. Verwaltung schon gar nicht. Manche reden unser Bensheim geradezu klein. Als stünden wir kurz vor dem Kollaps“, skizzierte Dr. Julia Hamm, Spitzenkandidatin der SPD Bensheim zur Kommunalwahl 2026, ihre Wahrnehmungen.
Zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase widersprach sie jedoch diesem Szenario: „Das stimmt so nicht! Ja, wir haben Herausforderungen. Ja, wir stecken in einer Haushaltskrise“, räumte sie ein, „aber wir sind nicht handlungsunfähig“. Es sei bequem, immer nur zu meckern und sich in Empörung einzurichten. „Dauerempörung als Geschäftsmodell, Dauerfrust als politisches Konzept“, wie von Mitbewerbern praktiziert.
Dafür gebe es den Begriff Deprivation: „Das Gefühl zu kurz zu kommen – selbst dann, wenn es objektiv nicht so ist.“ Und wenn man dieses Gefühl ständig füttere, wenn man immer wieder erzähle, alles sei unfair, alles sei schlecht, alles sei gegen >die Bürger< gerichtet, dann fühle man sich plötzlich moralisch im Recht. Dann fühle man sich stark durch das Jammern.
„Aber meckern ersetzt kein Handeln. Empörung ersetzt keine Verantwortung. Und Parolen ersetzen keine Politik. Wer nur ruft, muss nichts rechnen, wer nur schimpft muss nichts entscheiden, wer nur Angst schürt, muss keine Lösungen liefern.“ Verantwortung heiße etwas anderes.
„Verantwortung heißt hinschauen, nicht vereinfachen, sondern differenzieren, nicht spalten, sondern abwägen und Brücken bauen. Und dann handeln. Und genau das haben wir hier vor Ort getan! Wir haben nicht gerufen: >Alles geht den Bach runter.< Wir haben uns hingesetzt, Zahlen geprüft, Prioritäten gesetzt. Wir haben den Haushalt konsolidiert, die Grundsteuer stabil gehalten und haben trotz Gewerbesteuerrückgang Kurs gehalten.“
Das sei nicht laut und ebenso wenig schrill. „Das bringt keine wütenden Klickzahlen oder reißerische Schlagzeilen – aber es wirkt!“ Mut heiße nicht, Probleme zu leugnen. Mut heiße vielmehr sie anzupacken. Mut heiße, den Menschen zu sagen: Ja es gibt Schwierigkeiten, aber wir haben die Kraft, sie zu lösen. „Und genau diesen Mut brauchen wir jetzt. Nicht den Mut zum Meckern, sondern den Mut zur Gestaltung.“
Konkret wies Julia Hamm auf den aktuellen Haushalt hin: „Wir haben die kritische Hürde von 1.000 Hebesatzpunkten (Anm. d. Red.: Grundsteuer B) nicht überschritten. Das ist kein Nebensatz im Haushaltsplan. Das ist ein starkes Signal“, das zeige „wir können verantwortungsvoll wirtschaften, wir können Prioritäten setzen, wir können investieren – und trotzdem Maß halten, wir können gestalten, ohne unser Stadtsäckel zusätzlich zu belasten“. Mit einem Wort: „Wir können Haushalt!“
Und das könne man auf eigene Art: „Mit sozialer Verantwortung, mit Blick auf die Zukunft, und mit dem klaren Ziel, unsere Stadt lebenswert zu halten.“ Wenn man diesen Kurs weitergehe, „dann – wer weiß – fließt vielleicht eines Tages doch noch >Bensemer Woi< durch unsere Brunnen, und das wäre nicht nur haushaltspolitisch ein Wunder, sondern der beste Beweis dafür, dass solide Politik am Ende Früchte trägt“.
Sie wolle einen neuen Politikstil: „selbstbewusst und lösungsorientiert“ sagte die sozialdemokratische Spitzenkandidatin. Weg vom Dauerempörungsmodus, weg vom >Die da oben<, weg vom Schwarzmalen, hin zu: klarer Analyse, ehrlicher Kommunikation, Mut zur positiven Erzählung.
„Wir als Sozialdemokraten stehen für Verlässlichkeit, für Ausgleich, für Fortschritt mit Augenmaß. Nicht für Luftnummern, nicht für ideologische Experimente“, verdeutlichte Dr. Julia Hamm.
Eingangs der Veranstaltung hatte Dr. Josefine Köbe, Generalsekretärin der hessischen SPD, bundes- und landespolitische Aspekte beleuchtet und ebenfalls hoffnungsvolle Aspekte aufgezeigt.










