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„Hessenweit eine der schönsten Boule-Anlagen“ auf seither verwildertem Gelände

Dr. Alfred Schwöbel, Vorsitzender des Vereins >Erbacher Plattform< (rechts), dankte allen ehrenamtlich Beteiligten, die zur Entstehung des >Boulodrome am Mümlingufer< in Erbach als barrierefreie Stätte für Bewegung und Begegnung beigetragen haben.

Das >Boulodrome am Mümlingufer< in Erbach ist eröffnet und mutiert zu einer ehrenamtlichen Glanztat

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ERBACH. – „Was wir heute eröffnen, ist das Ergebnis einer Idee aus der Bürgerschaft, geschaffen von vielen, die geholfen haben, angepackt haben, gespendet haben, um so einen offenen und barrierefreien Treffpunkt für alle Generationen zu schaffen“, sagte Dr. Alfred Schwöbel, Vorsitzender der >Erbacher Plattform<, dem Verein für Stadtprojekte e.V. am Freitag, 20. März, vor zahlreichen Gästen auf der neugeschaffenen Anlage.

Dieses finanzielle und organisatorische Großprojekt ist dank großem bürgerschaftlichen Engagement und zahlreicher Unterstützer gelungen, und verwandelte neben dem eigentlichen Zweck der Begegnung und Bewegung ein seither verwildertes Gelände an der Mümling zu einer ansehnlichen, gepflegten Anlage, die hessenweit zur einer „der schönsten Boule-Anlagen“ mutiert.

In der Tat entstand am Energieweg, idyllisch am Mümlingufer und nahe der Innenstadt, eine moderne, barrierefreie Boule-Anlage mit zwei turniergerechten Bahnen, Sitzgelegenheiten für Spieler, Fahrradständern, einer Tischtennisplatte und einer Solar-Flutlichtanlage. Auch auf Vandalismus-Resilienz wurde geachtet: Anti-Graffiti-Lack bei den Schildern, Edelstahlbänke, und auch die Tischtennisplatte wird als Vandalismussicher beschrieben.

Der gemeinnützige Verein habe dieses Projekt mit einer klaren Vision initiiert, geplant und umgesetzt: Mit Projektideen, mit bürgerschaftlichem Engagement und mit finanzieller Unterstützung das Miteinander und die Lebensqualität in Erbach nachhaltig zu stärken. So sei auch das Boulodrome bewusst offen und für alle zugänglich, erläuterte der Vorsitzende.

Das Boule-Spiel stehe für Geselligkeit, Konzentration, Bewegung und Fairness. Es verbinde Sport mit französischer Kultur, Aktivität mit Austausch. „Und genau hier setzt auch die Gruppe >Begegnung und Bewegung< innerhalb unseres Vereins an“, lobte Schwöbel und dankte dieser Gruppe, „die sich nicht nur um die Pflege der Anlage kümmern, sondern auch regelmäßige Boule-Treffen organisieren, Trainingskurse anbieten und vielleicht auch einmal ein Turnier veranstalten“ werde.

Der besondere Dank des Vorsitzenden galt freilich „den vielen Ehrenamtlichen, die über Monate hinweg, Samstag für Samstag von Juli bis März auf der Baustelle waren“. Stellvertretend für alle nannte Alfred Schwöbel hier den Ideengeber und Projektleiter Reinhard Müller. „Sie alle haben eindrucksvoll bewiesen, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken und die Schaufel in die Hand nehmen.“

Nicht minder herzlich galt sein Dank den Sponsoren, Förderern, Stiftungen, Institutionen und privaten Unterstützern, „die dieses Projekt finanziell erst möglich gemacht haben“. Exemplarisch benannte er Sponsoren mit dem Land Hessen an der Spitze, von dem das Projekt mit dem Programm >Starkes Dorf< unterstützt wurde.

Namentlich erwähnte Schwöbel Ulrike Büchner vom Landratsamt, „die uns beim Fördermittel-Antrag sehr geholfen hat“. Auch der Stiftung >ENTEGA NaturPur<, die die Solar-Flutlichtanlage finanziert hat, galt der Dank des Vorsitzenden.  

Fast zu ständigen unterstützenden Begleitern der Vereinsprojekte zählen auch die beiden ortsansässigen Banken Sparkasse und Volksbank Odenwald, die mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Matthias Willenbücher und Tobias Bernhard für die Volksbank vertreten waren. „Vieles geht nicht ohne Sie, und wir werden Sie noch öfter brauchen“, kündigte Alfred Schwöbel schon mal prophylaktisch an.

Weiterer Dank ging an Matthias Brand, der mehr als 40 laufende Meter Zaun gespendet hat, an den Rotary-Club Erbach-Michelstadt mit Präsident Thomas Mergenthaler und dessen Nachfolger Peter Volk, dem die Tischtennisplatte zu verdanken ist, der Joachim-Wörner-Stiftung, für die der Namensgeber gemeinsam mit seiner Frau extra aus Rheinau, wo sie aktive Mitglieder im örtlichen Boule-Verein sind, angereist waren.

Und auch der Odenwaldkreis mit Landrat Frank Matiaske an der Spitze, hatte geholfen 10 Meter Zaunanlage zu schließen. Dieses „Zusammenspiel von engagierten Bürgern der Stadt, Verein und Sponsoren hat das Projekt erst möglich gemacht“, fasste Alfred Schwöbel das gelungene Gemeinschaftsprojekt nicht ohne berechtigten Stolz zusammen.

Die Stadt Erbach erhält damit ein neues Zentrum für Begegnung und Sport, das „unter wirtschaftlichen Normalbedingungen“ nicht 35.000 bis 40.000 Euro, sondern bei Ansatz üblicher Stundensätze deutlich über 100.000 Euro gekostet hätte.

„So wurde aus jedem Euro Spende für den Verein mehr als 3 Euro für die Bürger der Stadt“, verdeutlichte der Vorsitzende und ergänzte: „Ich wünsche mir sehr, dass dieses Boulodrome so oft wie möglich und von so vielen Menschen wie möglich genutzt wird. Möge es ein Ort werden, an dem man sich gerne trifft, an dem man bleibt, und an den man regelmäßig zurückkehrt.“

Das neue Boulodrom am Erbacher Mümlingufer mit zwei Boule-Bahnen und einer Tischtennisplatte (rechts im Hintergrund) als barrierefreier Treffpunkt für alle Generationen.

Vereinsvorsitzender Dr. Alfred Schwöbel und Erbachs Bürgermeister Dr. Peter Traub (links) duellierten sich zur Eröffnung des Boulodrom am Mümlingufer um die beste Platzierung der Boule-Kugeln rund um das Cochon, die Zielkugel.

Die barrierefreie Gesamtanlage am Mümlingufer in Erbach steht für alle Interessierten jederzeit zum Boulespiel oder zum Tischtennis-Spiel zur Verfügung.

Der Eingangsbereich der neuen, von der >Erbacher Plattform< initiierten Begegnungs- und Bewegungsstätte am Mümlingufer in Erbach. Fotos: Pressedienst Erbacher Plattform (Luftaufnahmen) / er

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