Sechs Bewerbungen für die Bürgermeisterwahl in Bensheim am 16. August 2026 sind bis zum Stichtag am heutigen Montag, 08. Juni, bei der Wahlleitung eingegangen. Diese werden nun auf ihre Zulassungsfähigkeit geprüft. Foto: Pressedienst Bensheim
Neben Bewerbern aus den Reihen der CDU und der GRÜNEN haben vier Einzelbewerber ihre Wahlunterlagen eingereicht
Pressedienst Bensheim
BENSHEIM. – Die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl in Bensheim ist am heutigen Montag, 8. Juni, um 18 Uhr abgelaufen. Bis zum Fristende sind bei der Wahlleitung insgesamt sechs Bewerbungen eingegangen.
Die eingereichten Wahlvorschläge stammen von Stefan Juchems (Bündnis 90/Die GRÜNEN), Carmelo Torre (CDU), Matthias Penteker (Einzelbewerber), Harry Hegenbarth (Einzelbewerber), Justin Arnold (Einzelbewerber) und Kevin Bösel (Einzelbewerber). Als Einzelbewerber bezeichnet man einen Kandidaten für ein politisches Amt, der bei einer Wahl antritt, ohne von einer Wählergemeinschaft oder Partei offiziell aufgestellt worden zu sein.
Mit dem Ablauf der Bewerbungsfrist ist ein wichtiger Schritt im Vorfeld der Bürgermeisterwahl erreicht. Die eingereichten Unterlagen werden nun sorgfältig geprüft, ob alle Voraussetzungen für eine Kandidatur erfüllt sind. Über die Zulassung der Wahlvorschläge entscheidet letztlich der Wahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 19. Juni 2026.
Erst nach diesem Beschluss steht endgültig fest, welche Kandidaten zur Wahl zugelassen werden. Die Direktwahl findet am Sonntag, 16. August 2026, statt. Sollte kein Bewerber die erforderliche Mehrheit erreichen, ist für Sonntag, 30. August 2026, eine Stichwahl vorgesehen.
Gesucht wird der Nachfolger von Bürgermeisterin Christine Klein, die nach Ablauf ihrer Amtszeit am 14. Dezember 2026 nicht erneut kandidiert. Die Amtszeit des neuen Rathauschefs beträgt sechs Jahre.
Die Bürgermeisterwahl ist seit einer Volksabstimmung 1991 in Hessen eine Direktwahl. Zuvor wurden die Verwaltungschefs von den Kommunalparlamenten, in Bensheim der Stadtverordnetenversammlung, gewählt.
Seit mehr als 30 Jahren entscheiden somit die Bürger unmittelbar darüber, wer künftig an der Spitze der Stadtverwaltung stehen wird. Wahlberechtigt sind alle Deutschen sowie Staatsangehörige anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und am Wahltag im Wählerverzeichnis der Stadt Bensheim eingetragen sind.
Die erste Direktwahl eines Rathauschefs in Bensheim war am 23. Juni 1996. Georg Stolle (CDU) setzte sich gegen vier Mitbewerber im ersten Wahlgang durch. Er erhielt 59 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,6 Prozent.
2002 lieferten sich Thorsten Herrmann (CDU), Dr. Reinhard Bauß (SPD) und Dierk Molter (FDP) einen Dreikampf um den Chefsessel in der Verwaltung. In der Stichwahl, Molter erhielt im ersten Wahlgang 7,9 Prozent, setzte sich Herrmann mit 52,8 Prozent durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,8 Prozent.
Sechs Jahre später stellte sich Herrmann erfolgreich zur Wiederwahl. Bei einer Wahlbeteiligung von 45 Prozent kam er auf 60,5 Prozent, Herausforderin Christine Klein (SPD) auf 39,5 Prozent.
Nach dem Verzicht Herrmanns auf eine erneute Kandidatur wurde 2014 Rolf Richter (CDU) zum Bürgermeister gewählt. Um die Nachfolge bewarben sich drei Kandidaten. Neben dem späteren Wahlsieger traten Sylvia Kloetzel (SPD) und Franz Apfel (Bürger für Bensheim) an.
Bei der bislang letzten Bürgermeisterwahl im Jahr 2020 erhielt Christine Klein als Einzelbewerberin in einer Stichwahl gegen Amtsinhaber Rolf Richter die Mehrheit der Stimmen. Mit ihrem Wahlsieg wurde erstmals eine Frau an die Spitze der Bensheimer Stadtverwaltung gewählt.
Im ersten Wahlgang waren neben Richter und Klein noch Manfred Kern (GRÜNE), Stefan Stehle (FDP) und Frank Richter (Einzelbewerber) angetreten. Die Wahlbeteiligung im ersten Durchgang lag bei 46,91 Prozent, bei der Stichwahl gingen 43,70 Prozent der wahlberechtigten Bensheimer zur Urne.
Weitere Informationen zur Bürgermeisterwahl auf der Webseite der Stadt Bensheim unter www.bensheim.de/wahlen.










