EIN PROSIT zum Auftakt des Bürgerfests 2026 in Bensheim mit der scheidenden und der neuen Blütenkönigin.
Eröffnung mit Krönung der neuen Blütenkönigin + + + Bürgermeisterin schwingt routiniert den Hammer beim Fassbieranstich
Pressedienst Bensheim
BENSHEIM. – Einige Zuschauer hatten vielleicht auf einen kleinen Nervenkitzel gehofft, ein zerbrochener Krug oder eine veritable Gerstensaft-Fontäne vielleicht. Doch Bürgermeisterin Christine Klein machte kurzen Prozess: Nach einem routinierten Schlag saß der Zapfhahn, das erste Bier floss und das Bensheimer Bürgerfest 2026 war offiziell eröffnet.
„Manchmal hat das Fass ja seinen eigenen Kopf, so wie wir Menschen auch“, baute Klein einem möglichen Fehlschlag augenzwinkernd vor. Doch der blieb aus. Der traditionelle Fassbieranstich auf der Bühne am Storchennest markierte am Donnerstagabend den Auftakt zu vier Tagen voller Musik, Begegnungen und Geselligkeit in der Innenstadt.
Viele Besucher waren wie gewohnt zur Eröffnungszeremonie gekommen und sorgten bereits zum Start für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Zuvor hatten die Heimatvereinigung Oald Bensem mit ihrer Bürgerwehr, der Biedermeiergruppe und dem Spielmannszug die Ehrengäste traditionell zur Bühne am Storchennest begleitet. Begrüßt wurden die Gäste dort von Christine Klein und dem Vorsitzenden des Bürgerfestausschusses des Verkehrsvereins, Christian Roth.
In ihrer Rede betonte die Bürgermeisterin die besondere Bedeutung des Bürgerfestes für das gesellschaftliche Leben in der Stadt. „Es gibt Feste, die sind mehr als nur Veranstaltungen. Sie sind Ausdruck dessen, was eine Stadt zusammenhält. Das Bensheimer Bürgerfest ist genau so ein Fest“, verdeutlichte Christine Klein.
Bensheim lebe vom Miteinander und vom Engagement der vielen Menschen, die Verantwortung übernehmen und das gesellschaftliche Leben aktiv mitgestalten.
Die Rathauschefin würdigte insbesondere die Arbeit der mehr als 30 teilnehmenden Vereine sowie der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die das Bürgerfest Jahr für Jahr ermöglichen. Ihr Dank galt ebenso dem Verkehrsverein Bensheim mit Christian Roth an der Spitze des Bürgerfestausschusses sowie dem Aufbauteam um Matthias Wehmeyer und Bernd Hohenadel.
Ein besonderer Moment des Abends war die Krönung der neuen Blütenkönigin Kathi Schäfer. Sie erhielt die Krone von ihrer Vorgängerin Anna Scharf und wird die Stadt Bensheim im kommenden Jahr als Botschafterin repräsentieren.
Christine Klein dankte Anna Scharf für ihr Engagement und gratulierte ihr und ihrem Ehemann Max Scharf, dem ehrenamtlichen Geschäftsführer des Verkehrsvereins, herzlich zur kürzlich erfolgten Hochzeit.
Heinz Walter, Vorsitzender der Heimatvereinigung Oald Bensem, aus deren Reihen die Hoheiten stammen, lobte das Engagement von Anna Scharf in den höchsten Tönen. „Du hast Bensheim mit Herz, Charme und großer Überzeugung vertreten. Du hast Menschen begeistert und sie neugierig auf unsere schöne Heimat gemacht.“
Mehr als 80 Termine absolvierte die Blütenkönigin in den vergangenen zwölf Monaten – und wird dem Verein weiterhin in prägender Rolle erhalten bleiben. Sie kümmert sich ab sofort um ihre Nachfolgerinnen.
Als kleines Dankeschön erhielt Anna Scharf von Doris und Heinz Walter die „Fraa vun Bensem in Silber aus dem Hause des Juweliers Dorsheimer“. Die scheidende Königin bedankte sich bei allen, die sie im vergangenen Jahr unterstützt haben. „Es war eine richtig tolle Zeit.“
Die neue Regentin ist ebenfalls keine Unbekannte. Kathi Schäfer gehört der Heimatvereinigung bereits seit vielen Jahren an. Die 27 Jahre alte Lehrerin, die am Goethe-Gymnasium Mathematik und Chemie unterrichtet, fing als Bedienung während ihrer Schulzeit im Walderdorffer Hof an und kam so mit Oald Bensem in Kontakt.
Der Vorsitzende zeigte sich am Donnerstag überzeugt, erneut eine hervorragende Wahl getroffen zu haben. Die neue Blütenkönigin wiederum bedankte sich für das in sie gesetzte Vertrauen. „Es ist eine Ehre, dieses Amt antreten zu dürfen. Es wird ein aufregendes Jahr.“
Für die Bürgermeisterin hatte die diesjährige Eröffnung eine besondere persönliche Bedeutung. Es ist das letzte Bürgerfest ihrer Amtszeit, das sie als Bürgermeisterin eröffnen darf, so Klein. Entsprechend emotional blickte sie auf die langjährige Tradition des Festes und die vielen Begegnungen zurück, die sie damit verbindet.
Christian Roth dankte in seiner Rede ebenfalls seinem Team und allen Sponsoren und Unterstützern. Besonders herzlich begrüßte er seinen Vater Karl-Heinz Roth, der vor 51 Jahren das Fest maßgeblich mit aus der Taufe hob.
Der stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsvereins erinnerte außerdem daran, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten doch einiges geändert hat – vor allem hinsichtlich der Sicherheit solcher Veranstaltungen. Mit Blick auf die Absperrungen ermunterte er die Besucher, auf die Veranstalter zuzukommen, sollte es an irgendeiner Stelle haken.
Nicht fehlen durfte natürlich Doris Walter in ihrer Rolle als Traditionsfigur Fraa vun Bensem. Sie würdigte standesgemäß und wie gewohnt „uff bensemerisch“ ebenfalls die Bedeutung des Bürgerfestes und das Engagement der vielen Akteure, die hier zusammenarbeiten. Sie rief dazu auf, friedlich und fröhlich zu feiern und vor allem die Nachtruhe der Anlieger zu respektieren.

O’zapft iss: Mit einem gezielten Schlag trieb Bürgermeisterin Christine Klein, assistiert von Thorsten Heckmann von der Brauerei Schmucker am Donnerstagabend den Zapfhahn in’s Spundloch und eröffnete damit offiziell das Bürgerfest. Noch bis einschließlich Sonntag, 14. Juni, wird das Fest in der Bensheimer Innenstadt zünftig gefeiert. Fotos: Pressedienst Bensheim
Mit dem gelungenen Fassbieranstich erklärte die Bürgermeisterin begleitet von Salutschüssen der Bürgerwehr das Bürgerfest schließlich offiziell für eröffnet. Danach füllten sich die Plätze vor den Bühnen und an den Vereinsständen rasch mit zahllosen Besuchern.
Bis einschließlich Sonntag (14.) erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit Musik auf vier Bühnen, kulinarischen Spezialitäten der Vereine sowie zahlreichen Angeboten für Familien und Kinder.
Ein besonderer Höhepunkt ist erneut das Interkulturelle Fest am Samstag, das unter dem Motto „Bensheim lebt Integration und Vielfalt“ von 11 bis 18 Uhr rund um die Bühne am Storchennest die kulturelle Vielfalt der Stadt sichtbar macht.
Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst am Storchennest. Zudem laden der verkaufsoffene Sonntag, die Sommer-Pflanzenbörse auf dem Marktplatz sowie das Festival „Musik verein(t) – Chöre und Musikgruppen am Storchennest“ zum Verweilen in der Innenstadt ein. Auch für die jüngeren Gäste wird mit Kinderschminken und Kasperletheater einiges geboten.
Das Bensheimer Bürgerfest wurde 1975 erstmals veranstaltet und hat sich seither zu einer der größten und beliebtesten Open-Air-Veranstaltungen an der Bergstraße entwickelt. Es steht wie kaum ein anderes Fest für ehrenamtliches Engagement, gelebte Vielfalt und den starken Gemeinschaftssinn der Stadt.
Wer am Freitag (12.) oder Samstag (13.) mit Bus und Bahn anreist, kann für die Heimfahrt die Nachteule nutzen. Die zusätzlichen Verbindungen verkehren in Richtung Heppenheim, Alsbach, in die Riedgemeinden sowie in die Bensheimer Stadtteile. Es gilt der reguläre VRN-Tarif.
Das vollständige Programm des Bürgerfestes sowie den Fahrplan der Nachteule finden sich auf der Webseite des Verkehrsvereins Bensheim unter www.verkehrsverein-bensheim.de.










