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Schaafheim/Lampertheim/Viernheim: Falsche Polizeibeamte am Werk

Die Polizei warnt erneut vor solchen kriminellen Machenschaften
Polizeipresse
SCHAAFHEIM / LAMPERTHEIM / VIERNHEIM. – Trickbetrüger haben sich am Donnerstag, 11. Juni, sowohl im Landkreis Darmstadt-Dieburg als auch an der Bergstraße als Polizeibeamte ausgegeben. Gleich mehrere Anrufe gingen in diesem Zusammenhang bei der Polizei ein.

Am Telefon erzählten sie verschiedene Geschichten mit denen sie beabsichtigten, Bürger zur Herausgabe von Wertsachen zu bewegen. So gelang es ihnen in Schaafheim, einen Rentner unter dem Vorwand zu täuschen, dass es zu einem Raub in der Nachbarschaft gekommen sei. Zu seiner Sicherheit solle der Senior vorsorglich seine Wertsachen der Polizei zur Aufbewahrung übergeben.

Gutgläubig händigte der Mann in der Odenwaldstraße daraufhin Wertsachen und Geld an einen falschen Polizeibeamten aus, der gegen 15 Uhr zur Abholung der Sachen geschickt wurde. Als der Schwindel aufflog, fehlte von dem Betrüger bereits jede Spur.

Er wird als etwa 20 Jahre alt, schlank und 1,70 Meter groß beschrieben. Zur Tatzeit trug er einen hellblauen Trainingsanzug. Zeugen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu dem bislang unbekannten Geldabholer geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06151 / 969-0 bei den Ermittlern (KI-ZE40) zu melden.

Auch an der Bergstraße versuchten die Schwindler ihr Glück. In Viernheim beabsichtigten sie unter anderem eine Frau zu täuschen, indem sie ihr am Telefon erzählten, dass ihre Tochter einen tödlichen Unfall verursacht habe und nun ins Gefängnis müsse. Dies könne nur durch die Zahlung einer Kaution verhindert werden.

In diesem Fall flog der Schwindel schnell auf. Die Frau erkundigte sich am Telefon zuerst, wo ihre Tochter sei und kündigte an, persönlich vorbeikommen zu wollen. Daraufhin wurde das Gespräch beendet. Als sie dann noch ihre Tochter angerufen hatte und sich nach deren Wohlergehen erkundigte, war klar, dass sie zuvor mit Schwindlern telefoniert hatte.

Die Geschichten der Betrüger sind vielfältig, haben aber, unabhängig ob Schockanruf, Enkeltrick oder falscher Polizeibeamter, nur ein Ziel: Die Kriminellen wollen an das Geld und die Wertsachen ihrer Opfer kommen.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut:

Geben Sie keine persönlichen Daten oder Angaben zu Ihren Lebensverhältnissen preis.

Machen Sie niemals Angaben zu Wertsachen oder Vermögenswerten.

Die Polizei stellt kein Bargeld oder sonstige Wertsachen vorsorglich sicher. Auch holt sie kein Bargeld an der Haustür ab.

Lassen Sie sich zu keinem Zeitpunkt unter Druck setzen, egal was Ihnen erzählt wird.

Beenden Sie das Gespräch und verständigen Sie die örtliche Polizei oder wählen Sie den Polizeinotruf 110.

Auch Rückfragen bei Freunden und Familien können rasch den Betrug auffliegen lassen.

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