DGB Lautertal-Lindenfels gegen Kürzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich
Pressedienst DGB Lautertal-Lindenfels
REICHENBACH. – „Es ist höchste Zeit für Verteilungsgerechtigkeit“, betonte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Lautertal-Lindenfels bei seiner jüngsten Sitzung in Reichenbach.
„Die massiven Angriffe auf den Sozial- und Gesundheitsbereich, die weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit, die Ausweitung sachgrundloser Befristungen und die Verschärfungen bei Krankschreibungen sind nicht nur falsch und ungerecht – sie bedrohen das soziale Fundament unserer Demokratie“, machen DGB-Ortsverbandsvorsitzender Gerhard Hippler (Lautertal) und der Stellvertretende DGB-Ortsverbandsvorsitzende Ingo Thaidigsmann (Lindenfels) deutlich. „Eine stabile Demokratie braucht einen starken und verlässlichen Sozialstaat.“
Horst Raupp (Darmstadt), Gewerkschaftssekretär der DGB-Region Südhessen, unterstreicht: „Der anhaltende Überbietungswettbewerb, wie man Beschäftigte noch härter belasten kann, ist eine Kampfansage an die übergroße Mehrheit der Bevölkerung. Eine Politik, die sich in den Dienst eines Klassenkampfes von oben stellt, fordert die gewerkschaftliche Gegenwehr gerade zu heraus.“
Für den DGB ist klar: „Die Angriffe auf den Sozialstaat und hart erkämpfte Arbeitnehmerrechte richten sich gegen das, was in einer der reichsten Regionen der Welt eigentlich zur selbstverständlichen Grundausstattung zählen sollte: Gute Arbeit, faire Löhne und soziale Sicherheit.“
Dem marktradikalen Sozialkahlschlag und dem Angriff auf zentrale Arbeitnehmerschutzrechte setzt der DGB die Kampagne „Gerecht Fairteilen“ entgegen: „Die massive und immer bedrohlicher werdende Einkommens- und Vermögensverteilung ist sozialer und politischer Sprengstoff. Es ist höchste Zeit für eine Robin-Hood-Steuer“, betonen übereinstimmend Hippler, Thaidigsmann und Raupp.
„Der Überreichtum der Superreichen muss zurückverteilt werden an die, die ihn erarbeitet haben.“ Dazu gehört für den DGB eine Vermögensabgabe für Überreiche. Fällig wäre sie für das reichte 0,1 Prozent der Bevölkerung. Der DGB macht deutlich: „Es sind die Arbeitnehmer, die den gewaltigen Reichtum erarbeiten, nicht die Großaktionäre und nicht die Manager.“
Der DGB Lautertal-Lindenfels betont: „Gewerkschaften schützen. In den meisten Tarifverträgen ist zum Beispiel geregelt, dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erst nach dem dritten Krankheitstag vorgelegt werden muss. Tarifverträge gelten nur für Gewerkschaftsmitglieder. Deshalb eintreten und Mitglied werden.
Gewerkschaft lohnt sich. Für die Verteidigung und den Ausbau des Sozialstaates, für den Schutz hart erkämpfter Arbeitnehmerrechte und für die Verteidigung unserer Demokratie gegen die Bedrohung von Rechtsaußen sind mitgliederstarke Gewerkschaften unverzichtbar“.











