„Fatale Entscheidung bei der künftigen Einsammlung von Leichtverpackungen“
Pressedienst Freie Wähler Bergstrasse
BERGSTRASSE / HEPPENHEIM. – In den vergangenen Monaten fand eine Ausschreibung zur Einsammlung von Leichtverpackungen im Kreis Bergstraße statt. Die ZAKB Energie- und Dienstleistungs GmbH (EuD) hat sich leider erfolglos daran beteiligt, heißt es in einer Pressemitteilung der Freuen Wähler Bergstraße.
Den Zuschlag hat die RESO GmbH mit Sitz in Michelstadt erhalten, die ab dem 01.01.2027 für die Einsammlung der gelben Säcke zuständig ist und auch die Ausgabestellen mit neuen gelben Säcken beliefert. Soweit die guten Nachrichten.
Alle Haushalte die in den vergangenen Jahren auf die schlechte Qualität der gelben Säcke reagiert und sich auf eigene Kosten gelbe Tonnen angeschafft haben, stehen gemäß einer Information des ZAKB allerdings bald im Regen. RESO hat nämlich mitgeteilt, dass die privat angeschafften gelben Tonnen nur noch übergangsweise bis zum 30.06.2027 geleert werden.
Danach wird der neue Betreiber nur noch die gelben Tonnen leeren, die die Kunden von der RESO GmbH mieten und dafür eine jährliche Gebühr in Höhe von 30 Euro per 240 Liter Tonne entrichten. Weitere 32,37 Euro entstehen für eine Zustellung der gelben Tonne – falls man sie nicht selbst abholen kann.
„Dem neuen Betreiber geht es also offensichtlich nur ums Abkassieren. Es ist uns unbegreiflich, dass bei der Ausschreibung bzw. der Auftragsvergabe dem Kriterium einer Leerung privat angeschaffter gelber Tonnen offensichtlich keine Beachtung geschenkt wurde“, kritisiert Walter Öhlenschläger, Vorsitzender der Freie Wählergemeinschaft Kreis Bergstraße.
Peter Lindner, Vertreter der Freien Wählergemeinschaft in der Verbandsversammlung des ZAKB meint dazu: „Da der neue Betreiber angekündigt hat, die privat angeschafften gelben Tonnen für einen Zeitraum von sechs Monaten zu leeren, wird deutlich, dass technische Gründe keine Rolle spielen. Der Firma Reso geht es demnach scheinbar nur ums abkassieren.“
Die aktuelle Vorgehensweise bedeute letztlich nichts anderes als eine dauerhafte Gebührenerhöhung durch die Hintertür. Ein weiterer negativer Punkt sei übrigens die Tatsache, dass nach dem Betreiberwechsel in den Wertstoffhöfen keine gelben Säcke mehr angenommen werden.










