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Für Freiheit und Demokratie: 680 km zu Fuß durch Deutschland bis nach Berlin

Der Freiheitslauf beim Erreichen des Berliner Reichtagsgebäudes, dem Sitz des Deutschen Bundestages.

Katja Knoch

BERLIN / HAMBACH. – Der FreiheitsLauf erreichte am 26. Juni den Berliner Reichstag – begleitet von Trommeln und Sprechchören: „Wir sind das Volk – für Frieden, Freiheit, Souveränität!“ Auch wenn die großen Menschenmengen ausblieben, machten die demokratischen Patrioten deutlich, worum es ihnen geht:

Es sei an der Zeit, mutig gegen die aktuelle Politik aufzustehen, die Deutschland bewusst in Richtung eines Krieges gegen Russland führe, durch hohe Energiepreise Mittelstand und Industrie massiv schwäche und kritische Bürger sowie Journalisten durch Framing, Demonetarisierung, grundrechtswidrige Gesetze oder sogar Inhaftierung zum Schweigen bringen wolle.

Die Fotogalerie zeigt Ausschnitte des FreiheitsLaufs von Hambach bis Berlin.

Der FreiheitsLauf war einen Monat zuvor direkt nach dem Hambacher Fest der Initiative FreiEinig am Hambacher Schloss gestartet, dem Symbolort der Freiheits- und Demokratiebewegung von 1832. Damals wie heute gehe es um Grundrechte, politische Teilhabe und eine freie Presse.

Unter dem Motto „Einigkeit und Recht und Freiheit“, begleitet von einem Abbild der historischen Deutschlandfahne vom Hambacher Schloss mit der Aufschrift „Deutschlands Wiedergeburt“ sowie zahlreichen Deutschland- und Friedensfahnen, zogen regierungskritisch engagierte Bürger von Stadt zu Stadt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. In den ostdeutschen Bundesländern fiel der Zuspruch der Bevölkerung größer aus als in Rheinland-Pfalz oder Hessen.

Jeden Tag fanden sich neue Mitläufer ein, einige blieben von Anfang bis Ende dabei. So fand sich täglich eine Gruppe von 20 bis 30 Menschen, die ab dem jeweiligen Basiscamp die Tagesetappe absolvierte. Die mit 83 Jahren älteste Teilnehmerin nahm an der ganzen Strecke mit ihrem Liege-Dreirad teil.

Sogar ein mobiler Saunawagen für die abendliche Entspannung war Teil des Fahrzeugtrosses, der von Camp zu Camp mitfuhr. Die Läufer trotzten Hitze, Kälte und Regen und ließen sich auch durch einen feigen Anschlag der Antifa, die in Roßdorf bei Darmstadt elf Reifen diverser Transportfahrzeuge zerstach, nicht aufhalten.

Weitere Forderungen nach Anschlägen stehen bis heute auf der Antifa-Seite indymedia – unter der Nennung von Fahrzeugkennzeichen. Ein ganzes Team hat monatelang in regelmäßigen Onlinetreffen den Lauf organisiert, mit vielen Behörden, Städten und Initiativen auf der Strecke, unter der Federführung des gemeinnützigen Vereins Demokratische Freiheitsläufe e.V.(i.G.)

Die jeweiligen Übernachtungsplätze wurden teilweise von ansässigen Initiativen organisiert, die Verpflegung zum großen Teil selbst in einer mobilen Küche gekocht, die in den Camps aufgebaut wurde. Unterwegs und abends am Lagerfeuer wurde gesungen und musiziert. Es entstanden Freundschaften und ein großer Zusammenhalt.

„Freiheit und Frieden brauchen Menschen, die miteinander reden – auch wenn sie unterschiedliche Sichtweisen haben“, erklärt Thomas Espey, seit 30 Jahren Unternehmer und 1. Vorsitzender des Vereins.

„Angesichts internationaler Spannungen und eines politischen Klimas, das zunehmend von Feindbildern und gesellschaftlicher Spaltung geprägt ist, setzte der Freiheitslauf auf menschliche Begegnung, friedliche Konfliktlösung und eine Kultur des Zusammenhalts – Werte, die heute wichtiger denn je sind und zu deren Stärkung der Lauf einen Beitrag leisten konnte.

Eine Dokumentation mit vielen Fotos findet sich auf der Webseite www.freiheitslauf.de unter „Route“. Eine Fortsetzung der Idee ist bereits in Planung und soll nächstes Jahr stattfinden.

Fotos: Pressedienst FreiEinig

Über den Verein „Demokratische Freiheitsläufe e.V.(i.G.)

Der Verein ist ein bundesweites, zivilgesellschaftliches Projekt, das sich für Frieden, Freiheit, Grundrechte und einen offenen und friedlichen gesellschaftlichen Dialog einsetzt. Der erste große Lauf knüpft an die Tradition des Hambacher Festes als Meilenstein der deutschen Demokratiebewegung an und soll dessen Geist symbolisch in die Gegenwart tragen.

Ziel ist es, Menschen zur aktiven Beteiligung zu ermutigen und zentrale gesellschaftliche Themen sichtbar zu machen. Der Verein versteht sich als Koordinator eines offenen Netzwerks engagierter Bürger, sowie Unternehmer und Landwirte und setzt auf friedlichen Protest, Vernetzung und Dialog.

Weitere Infos unter: https://freiheitslauf.de/

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