Die Bensheimer Bürgermeisterin Christine Klein eröffnete das 88. Bergsträßer Winzerfest im Zentrum der Stadt, das aktuell zum Winzerdorf umfunktioniert ist.
In der Bensheimer Innenstadt wird rund um das Winzerdorf auf dem Marktplatz noch bis Sonntag, 13. September, dem Wein und der Fröhlichkeit gehuldigt
Pressedienst Bensheim
BENSHEIM. – Wenn in Bensheim gefeiert wird, scheint (meistens) die Sonne. So auch am Samstag bei der Eröffnung des 88. Bergsträßer Winzerfestes. Im Winzerdorf auf dem Marktplatz herrschte wie immer Hochbetrieb, als begleitet von Salutschüssen der Bürgerwehr Oald Bensem die neun Festtage feierlich eingeläutet wurden.
Bis zum Sonntag, 13. September, wartet auf die Besucher das gewohnt vielfältige Programm – unter anderem mit dem bunten Festzug am Sonntag, 6., dem Tag der Betriebe, am Montag, 7., und dem Tag der Jugend am Freitag, 11. September.
Ausgerichtet wird das bedeutendste und traditionsreichste Wein- und Volksfest in Südhessen seit 1929 vom Verkehrsverein Bensheim. In einer kurzen Ansprache blickte Bürgermeisterin Christine Klein auch persönlich auf das Winzerfest: Nach sechs Jahren im Amt und damit zugleich als Erste Vorsitzende des Verkehrsvereins eröffnete sie das Fest zum letzten Mal.
Sie erinnerte an viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse und betonte, wie sehr es sie gefreut und geehrt habe, die Bensheimer Tradition während ihrer Amtszeit begleiten und gemeinsam mit den Menschen feiern zu dürfen.

Salutschüsse der Bürgerwehr des Heimatvereins >Oald Bensem< verkündeten den Start des 88. Bergsträßer Winzerfestes, nachdem Bürgermeisterin Christine Klein dieses eröffnet hatte.
„Das Winzerfest ist seit jeher ein besonderer Treffpunkt für Menschen aus Bensheim und der gesamten Region – neun Tage, die Menschen zusammenbringen, Raum für Begegnungen schaffen und natürlich den Wein der Bergstraße in den Mittelpunkt stellen.“
Sie begrüßte neben den vielen Ehrengästen und Weinhoheiten zudem die Delegationen aus den Partnerstädten Amersham, Beaune, Hostinné, Klodzko, Riva del Garda und Manlay, die dem Fest zusätzliches internationales Flair verleihen.
Besonders wichtig war der Verwaltungschefin darüber hinaus, den zahlreichen Menschen zu danken, die zum Gelingen des Festes beitragen. Ihr Dank galt dem Verkehrsverein mit dem neuen geschäftsführenden Vorsitzenden Max Scharf und seinem Team ebenso wie dessen Vorgänger Thomas Herborn sowie namentlich Vereinssekretärin Hilde Deppert und ihrer Nachfolgerin Eleni Tanios.

Im Winzerdorf auf dem Bensheimer Marktplatz unterhalb der Kirche St. Georg wie in der gesamten Innenstadt wird noch bis Sonntag, 13. September, das 88. Berrgsträßer Winzerfest gefeiert.
Auch die Heimatvereinigung Oald Bensem mit Bürgerwehr, Spielmannszug und Biedermeiergruppe sowie deren Vorsitzenden Heinz Walter hob sie als festen und unverzichtbaren Bestandteil des Winzerfests hervor. Einen besonderen Dank richtete Klein zudem an die Einsatzkräfte und Helfer von Technischem Hilfswerk, Bauhof, DRK, DLRG, Feuerwehren, Polizei sowie den städtischen Teams Allgemeine Sicherheit und Ordnung und Straßenverkehr. Sie alle sorgen dafür, dass die Besucher sicher und unbeschwert feiern können.
Ebenso dankte sie den Sponsoren, allen voran der Sparkasse Bensheim als Hauptsponsor, der GGEW AG und dem in diesem Jahr neu hinzugekommenen OBI-Baumarkt sowie den vielen ehrenamtlich Engagierten, die an ganz unterschiedlichen Stellen zum Gelingen des Festes beitragen.
Zum Abschluss lud Klein dazu ein, gemeinsam zu feiern, Freunde zu treffen, neue Bekanntschaften zu machen, gute Gespräche zu führen und den Bergsträßer Wein zu genießen. Dabei erinnerte sie an die bewährte Devise des Winzerfests: „Friedlich feiern unter Freunden.“ Mit den besten Wünschen für ein Fest voller schöner Begegnungen und Lebensfreude eröffnete sie schließlich das 88. Bergsträßer Winzerfest.
Also alles wie immer auf der Bühne im Winzerdorf? Nicht ganz – denn eine der Protagonistinnen fehlte: Doris Walter als Fraa vun Bensem. Sie muss nach einem Oberschenkelbruch leider pausieren. An sie wurden nicht nur während der Eröffnungszeremonie viele Genesungswünsche übermittelt.

Johannes Bürkle, Vorsitzender des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße, dankte Gastronomen und Winzern, die mit vereinten Kräften einmal mehr das Bergsträßer Winzerfest >stemmen<.
Der Vorsitzende des Weinbauverbandes Hessische Bergstraße, Johannes Bürkle, dankte den Gastronomen, die während des Winzerfests die Winzer unterstützen und gemeinsam den Weinausschank leisten. Denn die Ernte ist längst gestartet, auch am Eröffnungssamstag wurde in den Weinbergen gelesen.

Katja Simon, Deutsche Weinprinzessin aus Zwingenberg, sang ein Loblied auf das Bergsträßer Winzerfest.
Die Deutsche Weinprinzessin Katja Simon aus Zwingenberg bekannte sich zum Winzerfest, auf dem sie schon als kleines Kind auf dem Rummel unterwegs war. Sie dankte außerdem allen, die ihr während ihrer Amtszeit als Weinprinzessin zur Seite standen.
„Ich hatte immer den Eindruck, dass nicht nur ich, sondern wir alle Deutsche Weinprinzessin sind.“ Für das Bergsträßer Winzerfest hatte sie eine Empfehlung an das Publikum parat: „Haben Sie eine gute Zeit und genießen Sie unseren Bergsträßer Wein.“

Sarah Hoffmann, Bergsträßer Gebietsweinkönigin aus Groß-Umstadt, freute sich auf den neuen Jahrgang des Bergsträßer Weins, der vielversprechend sei.
Die Bergsträßer Gebietsweinkönigin Sarah Hoffmann freute sich auf die nächsten neun Tage, an denen „wir die Weinberge, den Wein und die Winzer feiern. Wir brauchen uns mit unseren Weinen hier nicht zu verstecken“, verdeutlichte die Hoheit aus Groß-Umstadt, die beim Weinmarkt in Heppenheim gekrönt wurde.
Sie gab auch einen Ausblick auf den neuen Jahrgang. Dieser sei, trotz der extremen Sommerhitze in diesem Jahr, vielversprechend. Die Bensheimer Blütenkönigin Katharina Schäfer hob in ihrer kurzen Ansprache die vielen Begegnungen mit alten und neuen Bekannten hervor. So könne man neue Erinnerungen schaffen.

„Vom Karussellpferd zur Raketenbahn“, heißt das Buch, das Peter Roie (links), Sprecher des Schaustellerverbands Frankfurt Rhein-Main, dem designierten Bensheimer Bürgermeister Harry Hegenbarth überreichte.
Peter Roie, Sprecher des Schaustellerverband Frankfurt Rhein-Main, nutzte die Gelegenheit zum Dank an alle Mitwirkenden, aber auch an alle Anwohner, mit denen es Jahr für Jahr ein harmonisches Miteinander gebe. Mit seinem Fahrgeschäft, dem >Taumler<, kommt Roie seit mehr als 40 Jahren zum Winzerfest.
Für den künftigen Bürgermeister Harry Hegenbarth hatte der Schausteller eine kleine Überraschung parat. Er überreichte ihm das Buch „Vom Karussellpferd zur Raketenbahn“, das sich mit der Geschichte der deutschen Karussellindustrie in Thüringen beschäftigt. Roie und Hegenbarth kennen sich seit vielen Jahren und von gemeinsamen Aktionen.

Ehrung für die langjährige Sekretärin des Bensheimer Verkehrsvereins, Hilde Deppert (Mitte), die nach 25-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit zum Jahresende ihr Amt in jüngere Hände überträgt. Bürgermeisterin Christine Klein und der neue geschäftsführende Vorsitzende Max Scharf lobten das Engagement der Scheidenden und überreichten ein Blumenstrauß.
Ein weiteres herzliches Dankeschön galt an diesem Abend Hilde Deppert. Seit 25 Jahren engagiert sie sich im Verkehrsverein ehrenamtlich, zum Jahresende hört sie aus Altersgründen als Vereinssekretärin auf.
„Du hast in dieser Zeit im Hintergrund die administrative Arbeit gemacht, gehst während des Winzerfests jeden Tag bei den Schaustellern vorbei – und hast viel private Zeit in das Winzerfest investiert“, würdigte Bürgermeisterin Klein den unermüdlichen Einsatz der Bensheimerin. Auch Peter Roie bedankte sich für die vielen „herzlichen Jahre“.

Auch Schausteller-Sprecher Peter Roie bedankte sich bei Hilde Deppert für deren Betreuung >in vielen herzlichen Jahren<. Fotos: er
Hilde Deppert selbst kommentierte die Lobeshymnen gewohnt trocken. „Ich habe es immer gerne gemacht. Irgendwann ist dann aber Schluss. Bensheim bleibe ich aber erhalten.“ Ihre Aufgaben übernimmt ab dem neuen Jahr Eleni Tanios.
Bis zum Sonntag, 13. September, wird nun in der Bensheimer Innenstadt gefeiert. Wer nicht mit dem eigenen Auto anreisen möchte, kann als besonderen Service wieder die „Nachteule“ nutzen.
Sie fährt in die Bensheimer Stadtteile, nach Heppenheim, Alsbach, Lindenfels sowie in die Riedgemeinden zu den normalen Bustarifen. Wer mit dem Fahrrad kommt, kann den Drahtesel an Absperrgittern abschließen, die an den Eingängen zum Festbetrieb stehen.
Das komplette Programm mit allen Informationen finden Interessierte unter www.bergstraesser-winzerfest.de









