Pressedienst BfB
BENSHEIM. – Manche Entscheidungen wirken auf den ersten Blick einfach. Eine Vorlage wird beraten, ein Ausschuss stimmt ab – und eigentlich könnte man dahinter einen Schlussstrich ziehen. Für die BfB –Bürger für Bensheim – beginnt an dieser Stelle häufig erst die eigentliche Arbeit.
Am Dienstag, 3. November, ab 18 Uhr, trifft sich die BfB zu ihrer nächsten öffentlichen Fraktionssitzung in der Kleingartenanlage Schloßblick. Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung der kommenden Stadtverordnetenversammlung. Die Ergebnisse der Ausschüsse werden zusammengeführt, offene Fragen bewertet und die Redebeiträge vorbereitet.
„In den Ausschüssen bekommt man oft erst durch die Diskussion ein vollständiges Bild“, sagt Stefan Beckmann, Fraktionsvorsitzender der BfB. „Deshalb schauen wir danach noch einmal genau hin: Was wurde geklärt, was ist besser geworden und wo reicht eine Antwort noch nicht aus?“
Ein Beispiel ist die neue Gefahrenabwehrverordnung. Die BfB unterstützt klare Regeln für Sicherheit und Ordnung. Bei der Beratung zeigte sich aber auch, wie wichtig eine eindeutige Sprache ist. Wenn ein Verordnungstext erst mündlich erklärt werden muss, sollte vor dem endgültigen Beschluss noch einmal nachgebessert werden.
Auch beim Baumschutz habe sich die intensive Beratung der vergangenen Wochen ausgewirkt. Vorschläge aus dem gemeinsamen Antrag von BfB, Grünen und Volt sind in die weitere Bearbeitung eingeflossen. Für Annette Hennemann von der BfB bleibt dabei entscheidend, nicht nur über Stammumfänge zu reden: Wichtig sei ebenso, dass Ersatzpflanzungen tatsächlich erfolgen, gepflegt werden und langfristig anwachsen.
Eng damit verbunden ist die Stadtklimaanalyse. Sie liefert eine wichtige Grundlage für die künftige Stadtentwicklung. Für die BfB stellt sich nun die Frage, was daraus konkret folgt. Die Fraktion will darüber beraten, wie die Erkenntnisse künftig bei Bauleitplanung, Nachverdichtung, Stadtgrün und dem Schutz wichtiger Frischluftbereiche berücksichtigt werden. Gleichzeitig soll diskutiert werden, wann Bensheim den nächsten Schritt geht und ein eigenes Klimaanpassungskonzept entwickelt.
Ein weiteres Thema bleibt die Rodauer Straße Nord in Fehlheim. Der Ortsbeirat hatte die Planung einstimmig abgelehnt. Die BfB schlägt deshalb vor, Ortsbeirat, Bauausschuss, Vorhabenträger und Planungsbüro noch einmal gemeinsam an einen Tisch zu bringen und Alternativen zu prüfen.
„Nicht jeder Tagesordnungspunkt braucht eine große Rede“, sagt Marion Machalowski. „Aber bei jedem Punkt sollten wir wissen, warum wir zustimmen, warum wir ablehnen oder warum wir noch eine Frage stellen.“
Die Sitzung am 3. November ab 18 Uhr ist öffentlich. Interessierte Bürger sind herzlich willkommen und können eigene Fragen und Anregungen einbringen. Um vorherige Anmeldung unter info@bfb-bensheim.de wird gebeten.











