Pressedienst BfB
BENSHEIM. – Die Fraktion der Bürger für Bensheim (BfB) trifft sich am Dienstag, 23. Juni, um 18 Uhr, im Verwaltungsgebäude des Zweckverbands Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB), Am Schlachthof 4, in Bensheim zur Vorbereitung der nächsten Stadtverordnetenversammlung. Zu Beginn sollen die neuen Fraktionsmitglieder den KMB in einer kurzen Präsentation kennenlernen.
Anschließend nutzt die BfB den Besprechungsraum für ihre Fraktionsberatung. Im Mittelpunkt stehen mehrere Themen, die aus Sicht der BfB für die weitere Entwicklung der Stadt besonders wichtig sind.
Ein Schwerpunkt ist die Bauleitplanung im Gebiet östlich des Berliner Rings in Auerbach. Die BfB sieht hier erheblichen Klärungsbedarf. „Wir wollen wissen, welche Ziele mit der Entwicklung verfolgt werden, welche Auswirkungen auf Verkehr, Klima, Natur und Landwirtschaft entstehen und wie die Bürger frühzeitig beteiligt werden“, erklärt Fraktionsvorsitzender Stefan Beckmann.
Für die BfB gelte weiterhin: Innenentwicklung, Nachverdichtung und die Nutzung bereits vorhandener Flächen müssen Vorrang vor weiterer Flächeninanspruchnahme haben. Barbara Ottofrickenstein-Ripper verweist in diesem Zusammenhang auf die besondere Bedeutung Auerbachs: „Gerade in Auerbach müssen gewachsene Strukturen, Verkehrssituation, Naherholung und Lebensqualität zusammen betrachtet werden. Neue Planungen dürfen nicht isoliert entschieden werden.“
Auch das Mobilitätskonzept „Mobiles Bensheim 2040“ wird beraten. Die BfB begrüßt, dass Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV, Parken, Schulwegsicherheit und Barrierefreiheit zusammen betrachtet werden. Entscheidend sei aber, dass aus dem Konzept konkrete Maßnahmen mit Kosten, Prioritäten und Zeitplan entstehen. Harald Polotzek betont: „Ein Konzept ist nur dann hilfreich, wenn am Ende vor Ort spürbare Verbesserungen entstehen – sichere Wege, bessere Verbindungen und eine verlässliche Infrastruktur.“
Zum Antrag zur Einschränkung der Nutzung von Mährobotern signalisiert die BfB Zustimmung. Der Schutz von Igeln, Amphibien, Reptilien und anderen Kleintieren sei wichtig. Kritisch sieht die Fraktion jedoch, dass der Antrag vor allem auf Appelle setzt.
„Ein Appell wird vielleicht nicht ausreichen. Deshalb kommt es jetzt darauf an, wie die Informationskampagne konkret umgesetzt wird“, betont BfB-Stadtverordnete Marion Machalowski. Aus Sicht der BfB sollten örtliche Naturschutzverbände einbezogen und konkrete Informationswege benannt werden.
Weitere Themen sind die Anmietung eines Stadtteilbüros in der Wormser Straße, die Laufbahnsanierung im Weiherhausstadion, die Katzenschutzverordnung, das Förderprogramm für natürlichen Klimaschutz sowie die Erstattung der Kosten für wilden Müll.
Yvonne Dankwerth hebt die Bedeutung von Bürgerbeteiligung und Stadtteilnähe hervor. Das geplante Stadtteilbüro in der Wormser Straße könne ein Gewinn für die Weststadt werden, wenn es nicht nur als Sitzungsraum, sondern als offener Ort für Begegnung, Beratung und nachbarschaftliches Engagement genutzt werde.
BfB-Stadtverordneter Franz Apfel kündigt an, bei finanzwirksamen Vorlagen genau hinzusehen: „Viele Projekte sind sinnvoll. Aber gerade in schwierigen Haushaltszeiten müssen Kosten, Folgekosten, Fördermöglichkeiten und Prioritäten sauber dargestellt werden.“ Dies gelte unter anderem für das Stadtbaumkonzept, die Laufbahnsanierung und langfristige Mietverpflichtungen.
Die BfB will die neue Stadtverordnetenversammlung konstruktiv begleiten, aber auch kritisch nachfragen. „Wir werden gute Vorschläge unterstützen. Gleichzeitig achten wir darauf, dass Entscheidungen transparent, finanziell nachvollziehbar und im Sinne einer verantwortungsvollen Entwicklung Bensheims getroffen werden“, erklärt Stadtverordneter Stefan Beckmann.











