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Bundesweiter Corona-Gedenktag: Erinnern und Verstehen – auch an der Bergstraße

Katja Knoch

BERGSTRASSE / BENSHEIMN / LORSCH. – Am Sonntag, 22. März 2026, sechs Jahre nach dem ersten bundesweiten Lockdown, soll erstmals bundesweit und dezentral an alle Opfer und Leidtragenden der Corona-Zeit erinnert werden.

Der neu initiierte Gedenktag ruft zu Aktionen auf vom 21. bis 23. März 2026 und versteht sich als offener und freiwilliger Moment des Innehaltens – für all jene, die in dieser Zeit Verluste, Einsamkeit, Ausgrenzung, Krankheit oder seelische Verletzungen erfahren haben.

Die Initiative >Bergstraße steht auf< wird am Montag, 23. März, zwischen 16 und 18 Uhr, auf dem Marktplatz Bensheim/Innenstadt und am Mittwoch, 25. März, von 17 bis 19 Uhr, in Lorsch am Tabakbrunnen Flyer verteilen, die zur Reflexion über die Corona-Zeit aufrufen.

Ziel ist es, einen Raum für Erinnerung und Anerkennung zu schaffen, Brücken über entstandene Gräben zu bauen und auch einen Anstoß zur Aufarbeitung – persönlich und gesellschaftlich – zu geben. „Eine Gesellschaft, die an diese existenzielle Krise nicht erinnert, läuft Gefahr, deren Auswirkungen zu verdrängen – mit langfristigen Folgen für Zusammenhalt und Vertrauen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative.

„Der Gedenktag schreibt keine einheitliche Erzählung vor – denn diese gibt es nicht. Unterschiedliche Perspektiven dürfen nebeneinander bestehen, ohne sich gegenseitig auszuschließen. Die Erinnerung soll als menschlicher Akt stattfinden, ohne politische Inszenierung. Spaltung soll überwunden werden – durch Zuhören und Anerkennung.

Niemand muss sein Erleben rechtfertigen. Gerade Menschen, deren Erfahrungen bisher wenig sichtbar waren, sollen einen Platz finden. Denn Leid braucht keine Genehmigung, sondern Sichtbarkeit. Der Gedenktag möchte Austausch fördern und Lernprozesse ermöglichen.“

Die Aktion wurde partnerschaftlich von zwei Vereinen ins Leben gerufen: Dem ZAAVV (Zentrum zur Aufarbeitung, Aufklärung, juristischen Verfolgung und Verhinderung von Verbrechen gegen die Menschheit aufgrund der Corona-Maßnahmen) und dem Verein Habeas Corpus – für die Wahrung und Stärkung der Grund- und Menschenrechte aus der Schweiz.

Weitere Informationen und alle Veranstaltungsorte unter: www.corona-gedenktag.de

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