Rund 80 freiheitsbewegte Demokraten folgten der Einladung aufs Hambacher Schloss, dem symbolträchtigen Ort deutscher Demokratiegeschichte. Die Veranstaltung begann mit einem Marsch vom Parkplatz Dammstraße.
Katja Knoch
HAMBACH. – Unter dem Titel „Deutschlands Wiedergeburt – Warm up zum Freiheitslauf 2026“veranstaltetendie Initiativen >Herborn steht auf<und >FreiEinig<eine Kundgebung am Samstag, 17. Januar, in Neustadt an der Weinstraße.
Mit freiheitlicher Musik, Gesang und einem Fahnenmeer von Deutschland- und Friedensfahnen zogen die Teilnehmer von nah und fern „hinauf, hinauf zum Schloss“, im Sinne der Tradition von 1832: gegen Obrigkeit und Willkür, für nationale Einheit, Presse- und Meinungsfreiheit, Demokratie, Recht undVölkerfreundschaft.
Unter denDeutschlandfahnen war dieses Mal eine ganz besondere dabei: ein Replikat der Originalfahne von 1832 mit der Aufschrift „Deutschlands Wiedergeburt“, deren Original in der Ausstellung am Schloss zu sehen ist.
Sie steht symbolisch für einen mutigen Neustart einer wahrhaftigen Demokratie in unserem Land – getragen von den Werten Liebe, Freiheit, Zusammenhalt, Frieden und Selbstbestimmung. Sie ist auchein Zeichenfür den großen Freiheitslauf 2026, der am 26. Maivom Hambacher Schloss startet, direktnach demHambacher Fest von FreiEinig in Neustadt an der Weinstraße anPfingsten vom 23. bis 25. Mai.
Unter dem Motto „Frieden und Freiheit – für Menschen, Meinungen und Medien“ führt er über 27 Etappen und rund 640 Kilometer bis nach Berlin. Weitere Informationen unter www.freiheitslauf.de.
Symbolisch soll durch diesen Lauf der Hambacher Geist der Demokratie bis nach Berlin zum Reichstaggetragen werden und viele tausend Menschen auf dem Weg mitnehmen. Am Tag der Ankuft, 25. Juni, findet ein Treffen der Ministerpräsidenten mit dem Bundeskanzler statt – an diese Menschen, die unsere Politik leiten, richtet sich der Appell des Freiheitslaufs auch ganz besonders.
Er versteht sich als bewegter Protest für Frieden, bürgerliche Grundrechte und demokratische Selbstbestimmung. Statt punktueller Demonstrationen setzt das Projekt auf eine logistisch anspruchsvolle Form des Protests: einen Lauf quer durch Deutschland, mit Zwischenstopps an geschichtsträchtigen Orten, getragen von Menschen, die das öffentlich transportierte Narrativ und die Pläne der Politik kritisch hinterfragen und verändernmöchten.
Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen, Gespräche anzustoßen und eine gesellschaftliche Debatte jenseits parteipolitischer Schablonen zu fördern.
Nach der Eröffnungsrede von Peter Minkezu den historischen Wurzeln der Freiheitsbewegung von 1832 hob Karl Friedrich Rothe von FreiEinig hervor, dass der Freiheitslauf Initiativen aus ganz Deutschland und Europa die Möglichkeit bietet, durch gemeinsames Handeln gesellschaftlich wirksam zu werden. Marion aus Herborn wünscht sichin ihrer Ansprache: „Wir wollen wieder stolz auf unser Land sein.“
Deutliche Worte fand zum Abschluss
Er wies in seiner Rede unter anderemauf die von Daniel GüntheröffentlichgeforderteEinschränkungfreier Medien hin.„Trotz staatlicher Schikanen lassen wir uns nicht beugen. Wir bestehen auf die im Grundgesetz verbrieften Rechte und fordern alle auf, sich dem Freiheitslauf anzuschließen.“
Die Band Egolysium umrahmte die Veranstaltung musikalisch mit Freiheits- und Protestliedern. Das gemeinsame Singen der Lieder „Die Gedanken sind frei“ und „We shall overcome“ unterstrich den Freiheits- und Friedensgedanken in besonderer Weise. Nach dem Dank der Anmelderin Tanja Bergmann an alle Beteiligten fand der Tag bei Musik und Gesprächen in der Tribüne Neustadt einen gemeinsamen Ausklang.

Thomas Espey von Herborn steht auf, der Ideengeber des FreiheitsLaufes 2026: „Wir machen uns Sorgen um unser Land und stehen auf gegen Unrecht, die Zerstörung unserer Wirtschaft und Kultur, Korruption, Kriegstreibereiundgegen dieschleichende Abschaffung der Meinungs- und Pressefreiheit.“ Foto: Pressedienst Veranstalter











