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„Gerecht Fairteilen statt Sozialkahlschlag“

Der DGB Odenwaldkreis bei sener gemeinsamen Straßenaktion mit IG Metall-Jugend und „Odenwald gegen Rechts“ in Bad König. Foto: Pressedienst DGB Odenwaldkreis

DGB Odenwaldkreis fordert Besteuerung des Überreichtums von Superreichen + + + Positive Bilanz der Straßenaktion von DGB, IG Metall-Jugend und „Odenwald gegen Rechts“ in Bad König + + + Aufruf zur Demo gegen Sozialabbau am 20. Juni in Darmstadt

Pressedienst DGB Odenwaldkreis

ODENWALDKREIS / BAD KÖNIG. – „Die Angriffe auf den Sozialstaat werden härter. Dagegen wehren wir uns“, macht der Kreisvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Odenwaldkreis bei seiner jüngsten Sitzung in Bad König deutlich.

„Der Angriff auf den Acht-Stunden-Tag, der drohende Kahlschlag im Gesundheitswesen, höhere Zuzahlungen bei Medikamenten, Kürzungen beim Krankengeld und die geplante Abschaffung der kostenfreien Mitversicherung von Ehepartnern ohne eigenes Einkommen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung bedrohen das soziale Fundament unserer Demokratie.

Der DGB Odenwaldkreis ruft zur südhessischen Protestkundgebung gegen Kürzungen im Sozial- und Gesundheitswesen am Samstag, 20. Juni in Darmstadt auf. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Hauptbahnhof: Eine stabile Demokratie braucht einen starken und verlässlichen Sozialstaat“, heißt es in einer Pressemitteilung des DGB Odenwaldkreis.

Horst Raupp (Darmstadt), Gewerkschaftssekretär des DGB Südhessen, betont: „Teile der Politik überbieten sich mit immer neuen Vorschlägen, wie man Beschäftigte und sozial Benachteiligte noch härter belasten kann. Das ist eine Kampfansage gegen die übergroße Mehrheit der Bevölkerung.“

Dem marktradikalen Angriff auf den Sozialstaat und hart erkämpfte Rechte der Beschäftigten setzt der DGB mit der Kampagne „Gerecht Fairteilen“ die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit entgegen: „Die massive und immer bedrohlicher werdende Schieflage bei der Einkommens- und Vermögensverteilung ist sozialer und politischer Sprengstoff. Es ist höchste Zeit für eine Robin Hood-Steuer“, so Raupp.

„Der Überreichtum der Superreichen muss zurückverteilt werden, an die, die ihn erarbeitet haben.“ Dazu gehört für den DGB eine Vermögensabgabe für Überreiche. Fällig wäre sie für das reichste 0,1 Prozent der Bevölkerung, „das oberste Promille.“ Der DGB macht deutlich: „Es sind die Arbeitnehmer, die den gewaltigen Reichtum erarbeiten, nicht die Großaktionäre und Manager.“

Ausgesprochen positiv und erfolgreich wertet der Kreisvorstand die gemeinsame Straßenaktion von DGB, IG Metall-Jugend Darmstadt und dem Bündnis „Odenwald gegen Rechts – Bunt statt braun“ auf dem Bahnhofstraßenfest in Bad König: „Wir haben unsere Themen Frieden und eine starke Demokratie, Gute Arbeit und Soziale Gerechtigkeit auf die Straße getragen und kamen mit vielen Menschen ins Gespräch.

Insbesondere von jungen Menschen haben wir für unsere Forderungen viel Zuspruch bekommen. Das gibt uns Rückenwind für die Zukunft“, heißt es abschließend vom DGB Odenwaldkreis.  

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