SPD, CDU, ÜWG und GRÜNE fordern gemeinsam eine Tourismusstrategie bis 2035 – und zunächst eine Übergangslösung für die Tourist-Information
Gemeinsamer Pressedienst der Fraktionen von SPD, CDU, ÜWG und GRÜNEN Erbach
ERBACH. – Wie soll sich der Tourismus in Erbach in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Rolle spielen dabei Tourist-Information, Schloss und Museen, Veranstaltungen, Gastronomie, Einzelhandel und die Odenwald Tourismus GmbH? Und wie können vorhandene Mittel so eingesetzt werden, dass sie für Erbach tatsächlich etwas bewirken? Diese Fragen wollen SPD, CDU, ÜWG und GRÜNE nicht länger einzeln beantworten. Die vier Fraktionen beantragen deshalb gemeinsam die Entwicklung einer „Tourismusstrategie Erbach 2035“.
„Erbach hat mit seiner historischen Altstadt, dem Schloss, den Museen, dem Odenwald, dem Mountainbike-Angebot und zahlreichen Veranstaltungen viel zu bieten. Bislang fehlt jedoch eine gemeinsame langfristige Strategie, die diese Stärken miteinander verbindet“, heißt es in einer gemeinsamen, überparteilichen Pressemitteilung der vier Protagonisten.
„Wir wollen nicht einzelne Maßnahmen nebeneinander planen, sondern zunächst gemeinsam klären, wo Erbach touristisch hin will. Daraus müssen konkrete Maßnahmen entstehen, deren Erfolg auch überprüft werden kann“, erklären die vier Fraktionen gemeinsam.
Tourist Information: „Erst die Richtung klären, dann dauerhaft entscheiden“
Konkreter Anlass für die Initiative ist auch die aktuelle Diskussion über die Zukunft der Tourist Information Erbach. Für die vier Fraktionen ist klar: Jetzt dauerhafte personelle oder organisatorische Strukturen zu schaffen, bevor geklärt ist, wie der Tourismus in Erbach künftig aufgestellt werden soll, wäre der falsche Weg.
Bis zur Vorlage des Tourismuskonzeptes soll deshalb zunächst eine Übergangslösung für den Weiterbetrieb der Tourist Information gefunden werden: Erst Aufgaben und Strategie klären – dann über dauerhafte Strukturen entscheiden.
Gemeinsam planen und Ergebnisse überprüfen
„Die neue Strategie soll Tourismus nicht isoliert betrachten. Handel, Gastronomie,
Hotellerie, Kultur, Veranstaltungen, Mobilität, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Digitalisierung gehören zusammen“, sind die vier Fraktionen überzeugt. Auch Vereine, Wirtschaft und Bürgerschaft sollen beteiligt werden.
Gleichzeitig wollen die vier Fraktionen wissen, was die eingesetzten Mittel tatsächlich bewirken. Deshalb soll künftig jährlich anhand nachvollziehbarer Kennzahlen berichtet werden, welche Maßnahmen umgesetzt wurden und welche Ergebnisse sie erzielt haben.
Für die Jahre 2027 bis 2035 soll daraus ein konkreter Maßnahmen- und Investitionsplan entstehen. Der Magistrat soll der Stadtverordnetenversammlung spätestens bis zum 31. Dezember 2026 einen beschlussfähigen Entwurf der Tourismusstrategie vorlegen.
Dass vier Fraktionen diesen Weg gemeinsam gehen, ist dabei bewusst gewählt: Die touristische Entwicklung Erbachs ist eine langfristige Aufgabe, die über einzelne Wahlperioden hinausgeht. Das gemeinsame Ziel: Erbachs touristische Stärken besser nutzen, vorhandene Kräfte bündeln und den Tourismus mit einer klaren Strategie zukunftsfähig aufstellen.









