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Trockenes Winterwetter und viele Informationen beim Grenzrundgang der Gemeinde Höchst

Aufmerksame Zuhörer hatte Klaus Pankow (links oben erhöht stehend) bei der Erläuterung zur Erneuerung einer der insgesamt 14 Brücken in der Obrunnschlucht.

Wanderung durch die Obrunnschlucht und zur Red-Rock-Ranch

Axel Muhn

HÖCHST. – Rund 60 Bürger konnte Bürgermeister Jens Fröhlich zum Grenzgang der Gemeinde Höchst begrüßen und willkommen heißen. Treffpunkt war in diesem Jahr der Feuerwehrstützpunkt in der Erbacher Straße, von dort ging es zur Obrunnschlucht.

Klaus Pankow von der Interessengemeinschaft (IG) Obrunnschlucht, die in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken kann, führte durch diese und gab Erläuterungen zur Entstehung und Erhaltung des märchenhaften Wanderpfades mit seinen zahlreichen Miniaturen regionaltypischer Bauten, Phantasiebauten und Märchendarstellungen.

Der Wanderpfad Obrunnschlucht wurde 1857 erstmals erwähnt und wird seit 2005 von den Mitgliedern der IG Obrunnschlucht gepflegt, erhalten und weiterentwickelt.

Bei der Obrunnschlucht handelt es sich laut Diplom-Geologe Jochen Babist vom Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald um eine sogenannte Runse, die in Folge der Auswirkungen der im Jahre 1342 auch im Odenwald wütenden sogenannten Magdalenenflut entstanden ist. Die Wassermassen waren damals, so schätzt man, ungefähr fünfzigfach höher als bei der Ahrtal-Katastrophe.

Nach Informationen zum Neubau des ehemaligen Hotels „Zur Post“ erläuterte Klaus Pankow anhand der aktuellen Erneuerung einer Holzbrücke die Bauweise, die man zur Gewährleistung einer längeren Haltbarkeit optimiert hat.

Bei der kurzen Zwischenrast am oberen Parkplatz der Obrunnschlucht wurden die Wanderer mit Getränken versorgt, anschließend informierte Revierförster Michel Monter über die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes, auch im Hinblick auf den Klimawandel.

So werden zukünftig verstärkt die hitzeresistenteren Baumarten Douglasie und Roteiche angepflanzt und die Buche ist zukünftig eher eine Nebenbaumart. Im Rahmen des Förderprogramms KLAWAM (Klima angepasstes Waldmanagement) wurden im Gemeindewald sogenannte „Wassertöpfe“ angelegt, um das Regenwasser zu speichern und möglichst lange im Wald zu halten.

Auch beim Waldwegebau wird darauf geachtet, dass das Regenwasser in den Wald abgeleitet wird. Danach führte der Grenzgang zur Red Rock Ranch am ehemaligen Steinbruch oberhalb der Rimhorner Straße. Elise und Mac Finster begrüßten alle Teilnehmer auf dem Ranch-Gelände und informierten darüber, was auf der Ranch angeboten wird: So findet das ganze Jahr über das Cross Fit Training im Freien statt.

Mac Finster informierte darüber, dass es ihm sehr wichtig sei, sich auch sozial zu engagieren. Elise Finster ist Yogalehrerin. In den Wintermonaten findet das Training in Übungsräumen statt, im Sommer auf dem Freigelände.

Alljährlich wird zudem der „Wild & Dirty Lauf“ ausgerichtet, ein Spendenevent für die Kinderkrebsstation, zu dem in diesem Jahr mehr als 300 Teilnehmer kamen. Es ist ein Rundkurslauf mit Hindernissen mit dem Ziel innerhalb von 6 Stunden möglichst viele Runden zu laufen.

Auf die Frage von Bürgermeister Jens Fröhlich, wie hoch die diesjährige Spendensumme gewesen sei, sagte Mac Finster, dass fast 10.000 Euro erlaufen wurden. 50% der Spenden gehen an den Verein Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V., der die Kinderkrebsstation der Uni-Klinik Frankfurt unterstützt und 50% verbleiben im Odenwald zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit vorort.

Danach gingen die Grenzwanderer zurück zum Feuerwehrstützpunkt zur Schlussrast, bei der sich die Teilnehmer wieder über die von den Feuerwehrkameraden frisch zubereitete köstliche Erbsensuppe freuten und sich schmecken ließen.

Bürgermeister Jens Fröhlich überreichte zum Abschluss allen Referenten ein kleines Präsent und versäumte nicht, sich sowohl bei der Feuerwehr für die Verköstigung zu bedanken, als auch bei Wolfgang Birkenfeld vom DRK-Ortsverband für den Sanitätsdienst und bei den Bürgern für die Teilnahme an diesem Grenzgang.

Revierförster Michel Monter (links) erläutert die Regenwasserhaltung im Wald durch die Anlage von sogenannten „Wassertöpfen“, in denen auch zuweilen Mulche und Enten zu finden sind und die damit auch zum Artenschutz beitragen.

Elise Finster, Bürgermeister Jens Fröhlich und Mac Finster (vorne von links) bei der Begrüßung der Wanderer auf der Red-Rock-Ranch. Fotos: Axel Muhn

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