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„Region Bergstraße–Heidelberg ist kein geeigneter Standort für ein Atommüll-Endlager“

Pressedienst FWG

BERGSTRASSE. – Die Freie Wähler Gemeinschaft (FWG) Bergstraße spricht sich entschieden dagegen aus, die Region Bergstraße–Heidelberg als möglichen Standort für ein Atommüll-Endlager in Betracht zu ziehen. Nach Ansicht der FWG ist die geologische, ökologische und gesellschaftliche Ausgangslage in der Region völlig ungeeignet, um ein solches Vorhaben verantwortungsvoll umzusetzen.

Seismisch aktives Gebiet – kein sicherer Standort

„Unsere Region liegt mitten im Oberrheingraben, einem der geologisch aktivsten Gebiete Deutschlands“, erklärt Walter Öhlenschläger, Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender der FWG im Kreistag Bergstraße. „Immer wieder werden hier seismische Aktivitäten bis hin zu leichten Erdbeben registriert – ein eindeutiges Ausschlusskriterium für die dauerhafte, sichere Lagerung hochradioaktiver Abfälle über viele Jahrtausende.“

Dicht besiedelte Metropolregion – unzumutbare Risiken

Hinzu komme die dichte Besiedelung zwischen Frankfurt, Mannheim und Heidelberg. „Ein Endlager mitten in einer der wirtschaftlich und kulturell bedeutendsten Regionen Deutschlands wäre ein unverantwortliches Risiko für hunderttausende Menschen. Die Nähe zu Großstädten, Verkehrsachsen und Industriezentren widerspricht dem Grundgedanken eines sicheren, abgelegenen Lagerstandorts“, betont Öhlenschläger.

Gefährdung von Trinkwasservorkommen

Besonders schwer wiegt aus Sicht der FWG der Schutz des Grund- und Trinkwassers. Große Teile des Gebiets dienen der Wasserversorgung für Millionen Menschen – unter anderem für die Ballungsräume Frankfurt und Wiesbaden. „Ein solcher Standort würde potenziell unsere wichtigste Lebensgrundlage gefährden. Die Sicherung der Trinkwasserversorgung muss Vorrang vor allen anderen Überlegungen haben“, so Öhlenschläger weiter.

Forderung nach transparentem Verfahren

Die FWG fordert die Verantwortlichen im Bund und bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) auf, bei der laufenden Standortsuche absolute Transparenz zu wahren und die betroffenen Regionen frühzeitig einzubeziehen. „Die Akzeptanz einer solchen Entscheidung kann nur durch Offenheit, Nachvollziehbarkeit und klare wissenschaftliche Kriterien entstehen – nicht durch politische Hinterzimmerentscheidungen“, mahnt Öhlenschläger.

Für die FWG Bergstraße steht fest: Die Region Bergstraße–Heidelberg erfüllt weder die geologischen noch die sicherheitstechnischen Voraussetzungen für ein Atommüll-Endlager. „Unsere Heimat ist geprägt von Natur, Lebensqualität und wirtschaftlicher Stärke – sie darf nicht zur Risiko-Zone für künftige Generationen werden“, fasst Walter Öhlenschläger zusammen.

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